Donnerstag, 22. Februar 2018

Umsetzung des ISEK

„Bisher gute Resonanz“ bei Bürgerbeteiligung

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Isek-Beauftragte Denise Bauer

Isek-Beauftragte Denise Bauer ist die Ansprechpartnerin für alle an der Mitarbeit interessierten Bürgerinnen und Bürger. Foto: Stadt Hemsbach

Hemsbach, 11. Juni 2013. (red/pm) Wie soll sich Hemsbach zukünftig entwickeln? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK).

Information der Stadt Hemsbach:

„Wie soll sich Hemsbach zukünftig entwickeln? Was erwarten die Menschen von ihrem Wohnort? Das gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickelte Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept – kurz ISEK – gibt darauf Antworten und wird als Grundlage für alle weiteren Entwicklungsprozesse der Stadt Hemsbach dienen.

Es beinhaltet Aussagen zur Entwicklung der Wohn- und Gewerbegebiete, zum Erhalt der Kulturlandschaft, zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Mobilität, zur Weiterentwicklung des Sportgeländes, zur Naherholung, zu Energieeinsparung und zu vielen weiteren städtebaulichen Themen.

Einige der Konzepte und Vorschläge werden von der Stadtverwaltung realisiert, andere in Zusammenarbeit von Stadt und Bürgern. Und es gibt Projekte, die weitgehend selbstständig von den Bürgern umgesetzt werden sollen.

Pilotmaßnahmen: Erste Untersuchungen laufen

„Gerade auf kommunaler Ebene ist bürgerschaftliches Engagement möglich und notwendig“, setzt Bürgermeister Jürgen Kirchner weiterhin auf die Kompetenzen und die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger.

„Bei einigen Vorhaben ist die Mitarbeit von Bürgerinnen und Bürgern sogar Voraussetzung für deren Erfolg“, hat der Rathauschef vor allem die zwölf Pilotmaßnahmen im Blick, die kurzfristig von Stadt und Bürgerschaft als erste Schritte in Richtung praktische Umsetzung des ISEK begonnen werden.

Auf der Homepage der Stadt Hemsbach sind diese unter www.hemsbach.de/isek/webisek.html dargestellt und näher erläutert. Von Verwaltungsseite aus laufen derzeit – nach entsprechendem Gemeinderatsbeschluss – erste Untersuchungen zu zwei der wichtigsten, aber auch umfänglichsten Pilotmaßnahmen: die Entwicklung des Sportgeländes und die Ausarbeitung eines nachhaltigen Mobilitätsmanagements.

Verfahren zur Bürgerbeteiligung

Der Dialog ist erwünscht: Auch der Gemeinderat hat sich für die weitere Beteiligung der Bürger ausgesprochen und am 13. Mai beschlossen, hierfür ein stabiles und kontinuierliches Verfahren festzulegen. Sozusagen „Herzstück“ sind hierbei die Projektgruppen: Diese sollen sich, basierend auf den in den Bürgerwerkstätten erarbeiteten Schwerpunkten, zu bestimmten Themenbereichen, die von Interesse sind, zusammenfinden und diese konkretisieren.

„Die Projektgruppen werden unsere Stärke“, ist Bürgermeister Kirchner sicher, „sie werden das Ganze mit Leben füllen.“

Die Ergebnisse aus den Projektgruppen laufen in einer Steuerungsgruppe mit Beteiligung von Bürgern, Projektvertretern, Verwaltung und weiteren Akteuren zusammen. Diese bereitet die Projektvorschläge vor und fasst sie zu einem Aktionsplan für das Folgejahr zusammen, über dessen Beschluss dann der Gemeinderat zu entscheiden hat.

Einmal jährlich wird eine öffentliche Bürgerkonferenz zur Stadtentwicklung einberufen, um über den Stand der Umsetzung und über zukünftige Projekte und Planungen zu informieren.

ISEK-Beauftragte Denise Bauer

Auch die Umsetzungsphase wird weiterhin konstant von entsprechenden Fachplanern begleitet. Die ISEK-Koordination im Rathaus erfolgt in der Stabstelle bei Denise Bauer – auch dies wurde einstimmig vom Gemeinderat beschlossen.

„Mein Vorschlag, diese Stelle einzurichten, zeigt, wie wichtig ich dieses Thema nehme“, unterstreicht Kirchner die Bedeutung, die diese „Anlaufstation“ hat: Denise Bauer ist für alle Fragen zum ISEK zuständig und ebenso Ansprechpartnerin für alle an der Mitarbeit am ISEK interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Ihr erster Eindruck als ISEK-Beauftragte: „Die bisher gute Resonanz ist stabil, auch konkrete Projekte sind benannt. Aber selbstverständlich wünschen wir uns weitere Impulse und Ideen von ISEK-Neueinsteigern“, hofft die Verwaltungsfachwirtin auf viele weitere Hemsbacherinnen und Hemsbacher, die sich engagieren möchten.

Ein weiteres Vorhaben unterstreicht den hohen Rang, den ein Stadtentwicklungskonzept im Allgemeinen und die Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger im Besonderen für Bürgermeister Jürgen Kirchner hat: Anfang Juli wird an alle Hemsbacher Haushalte eine Broschüre verteilt, die den bisherigen ISEK-Prozess und seine Ergebnisse übersichtlich zusammenfasst sowie das weitere Verfahren und die Beteiligungsmöglichkeiten erläutert.

„Die Akzeptanz zukünftiger Entscheidungen hängt wesentlich davon ab, inwieweit Bürgerinnen und Bürger diese mitgestalten.

Hemsbach macht Zukunft‘ lautet das ISEK-Motto. Hemsbach sind Sie, die Bürgerinnen und Bürger. Deshalb fordere ich Sie auf: Machen Sie mit!“ Interessierte können sich bei Denise Bauer unter der Telefonnummer 06201/70726 oder per E-Mail an: denise.bauer@hemsbach.de gerne melden.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.