Mittwoch, 18. Juli 2018

Gewinnerfilm des Deutschen Filmpreises 2013 in der „Brennessel“

„Oh Boy“: Auf der Suche nach der eigenen Persönlichkeit

Print Friendly, PDF & Email
oh_boy_spielszene

Spielszene aus „Oh Boy“. Foto: Stadt Hemsbach

 

Hemsbach, 16. September 2013. (red/pm) Im Rahmen der Sicherheitswochen wird morgen der diesjährige Gewinnerfilm des Deutschen Filmpreises „Oh Boy“ gezeigt.

Information der Stadt Hemsbach:

„Am Dienstag, 17. September, findet im Programmkino „Brennessel“ ein besonderer Filmabend statt. Im Rahmen der Sicherheitswochen und des 15-jährigen Bestehens des Vereins Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V. wird der diesjährige Gewinnerfilm des Deutschen Filmpreises „Oh Boy“ gezeigt. Los geht es um 19.30 Uhr. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintrittspreis beträgt 6,50 Euro.

Das Besondere daran: Der renommierte Journalist und Autor Klaus-Dieter Felsmann wird in den Film einführen und nach der Vorführung ein Filmgespräch über Inhalte, künstlerische und formale Aspekte des Films anbieten. Dieses Konzept der Filmarbeit wird seit mehreren Jahren auch in der Präventionsarbeit erfolgreich angewandt.

Thema auch: Zivilcourage

Thematisch geht es bei „Oh Boy“ auch um Zivilcourage. Ein demokratisches Gemeinwesen kann nur dann funktionieren, wenn es sich auf seine zivilgesellschaftlichen Strukturen verlassen kann. Das heißt, die Gesellschaft wird nicht allein durch staatliches Handeln bestimmt, sondern durch das öffentliche Engagement einzelner Menschen und Interessengruppen. Entsprechend tätig werden können aber nur Menschen, die eine eigene Position gefunden haben und die sich nicht durch einen bindungslosen Individualismus abkapseln.

Eigene Haltung überdenken

Der beim diesjährigen Deutschen Filmpreis mit sechs „Lolas“ ausgezeichnete Film „Oh Boy“ von Jan Ole Gerster erzählt vom Leben eines jungen Mannes, der sich in einem widersprüchlichem Prozess auf der Suche nach seiner Persönlichkeit befindet. Nico Fischer, gespielt von Tom Schilling, symbolisiert im Spannungsfeld einer Vielzahl von Lebenskonzepten, Erwartungshaltungen und Konflikten das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Die hier erzählte Geschichte fordert zum Vergleich mit eigenen Haltungen heraus: Wie ist das Verhältnis zwischen subjektiven Ansprüchen und der Bereitschaft, dafür auch etwas im Sinne der Gemeinschaft, und damit in zivilgesellschaftlicher Hinsicht, zu tun?

„Oh Boy“ wird am 17. und 18. September 2013 auch bei Schulveranstaltungen im Rahmen der Sicherheitswoche Hemsbach gezeigt und besprochen.

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.