Samstag, 25. November 2017

Aktion „Tu was“ der Kommunalen KriminalprĂ€vention Rhein-Neckar e.V.

Zivilcourage kann man lernen!

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Hemsbach, 26. November 2013. (red/pm) „Was geht‘s mich an?“ „Was kann ich schon tun?“ und: „Gibt es da nicht andere, die fĂŒr so etwas zustĂ€ndig sind?“ Es sind immer die gleichen Fragen und EinwĂ€nde, mit denen sich „Gaffer“ oder „Weggucker“ rechtfertigen, die – untĂ€tig – Zeuge einer Straftat geworden sind. Das Zivilcouragetraining: „Schnell weg! – zwischen Panik und Gewissen“ möchte Menschen fit machen fĂŒr den Ernstfall. Es geht um die Fragen: Was kann ich tun, wenn ich eine brenzlige Situation beobachte?

Information der Stadt Hemsbach:

„Sicherlich: GleichgĂŒltigkeit, Bequemlichkeit und ein – allenfalls von Sensationsgier unterbrochenes – Desinteresse am Schicksal des NĂ€chsten sind in unserer Gesellschaft hĂ€ufig anzutreffen. Und klar ist auch, dass diese PhĂ€nomene ein Klima begĂŒnstigen, in dem es StraftĂ€tern leicht fĂ€llt, weitgehend unbehelligt zu agieren. Trotzdem: Das ist nur die eine Seite der Medaille…

Viele von uns fĂŒhlen sich betroffen und wollen helfen, wenn andere belĂ€stigt, beraubt oder bedroht werden. Dennoch bleibt die Hilfe oft aus: Einmal, weil es am Wissen fehlt, ob und – wenn ja – wie geholfen werden kann. Und zum Zweiten, weil viele sich vor jenen Unannehmlichkeiten fĂŒrchten, die das eigene Engagement mit sich bringen könnte.

Das Zivilcouragetraining: „Schnell weg! – zwischen Panik und Gewissen“ möchte Menschen fit machen fĂŒr den Ernstfall. Es geht um die Fragen: Was kann ich tun, wenn ich eine brenzlige Situation beobachte? Wie kann ich helfen? Was wird von mir erwartet? Kann ich mich selbst strafbar machen, wenn ich nichts tue? Die Antworten werden informativ und in Spielszenen vermittelt.

„Mit unserem – mittlerweile bewĂ€hrten – Zusammenspiel von Theorie und situativem Training, können wir flexibel auf Fragen und BedĂŒrfnisse der Teilnehmenden eingehen. Oft sind es Situationen, in denen mitunter Unsicherheit erlebt wird, beispielsweise auf öffentlichen Wegen und PlĂ€tzen, in Bussen und Bahnen etc.“, sagt Erster Kriminalkommissar GĂŒnther Bubenitschek, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Vereins Kommunale KriminalprĂ€vention Rhein-Neckar e.V.

Zum Trainingsteam gehört weiterhin Stefanie Ferdinand. Sie ist Erziehungswissenschaftlerin und TheaterpĂ€dagogin. Sie ist sehr erfahren mit dem Medium des Improvisationstheaters nach Keith Jonestone und des Forumtheaters nach Augusto Boal. Polizeihauptkommissar Reiner Greulich ist wie Bubenitschek fĂŒr die PrĂ€vention bei der Polizeidirektion Heidelberg verantwortlich. Beide bringen ihre langjĂ€hrige polizeiliche Erfahrung ein. Sie haben schon viele Zivilcouragetrainings mit Stefanie Ferdinand durchgefĂŒhrt.

Interessierte können ihre Anfragen an: info@praevention-rhein-neckar.de richten. Weitere Informationen gibt es im Internet: www.praevention-rhein-neckar.de www.aktion-tu-was.de.“

Über Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.