Samstag, 23. September 2017

Übergabe des Heimat-Geschichtsbandes "Dorfheimat" an Schulen und BĂŒchereien

Spaziergang durch die Geschichte Hemsbachs

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11_27_Übergabe geb. Dorfheimat an Schulen

Der Geschichtsverein Hemsbach ĂŒbergab acht Ausgaben der gebundenen „Dorfheimat“-Ausgaben an die Hemsbacher Schulen. Foto: Stadt Hemsbach


Hemsbach, 02. Dezember 2013. (red/pm) Ein Spaziergang durch die Geschichte Hemsbachs ist nun möglich: Der Geschichtsverein ĂŒbergab acht BĂ€nde der gebundenen Ausgabe der „Dorfheimat“ an die sechs Hemsbacher Schulen, an die Bibliothek des Bildungszentrums und an die Katholisch-Öffentlichen BĂŒcherei.

Information der Stadt Hemsbach:

„Da ist mit viel Arbeit, Engagement und Herzblut etwas Großartiges entstanden.“ BĂŒrgermeister JĂŒrgen Kirchner war voll des Lobes fĂŒr den Hemsbacher Geschichtsverein. Der nĂ€mlich hat die seit Februar 1983 publizierte „Dorfheimat“ – inzwischen 184 Mal und 870 Artikel stark als Beilage zum „Hemsbacher Stadtanzeiger“ erschienen – in Handarbeit binden lassen.

Herausgekommen ist ein 673 Seiten starkes und gut drei Kilo schweres Werk, illustriert mit etwa 900 Bildern. Auch die Finanzierung hat der Geschichtsverein alleine gestemmt – knapp 1.000 Euro haben die insgesamt 13 Ausgaben gekostet.

Diese Fundgrube an Wissen ĂŒber Hemsbachs Geschichte geht nicht nur an diverse Archive: „Acht BĂ€nde wollen wir unserer Jugend widmen“, erklĂ€rte Alfred Moos vom Geschichtsverein. Was liegt da nĂ€her, als diese den Schulleitern der sechs Hemsbacher Schulen zu ĂŒbergeben? Genau dies ist jetzt geschehen: Die Schulleitungen der Grundschulen und weiterfĂŒhrenden Schulen durften am Mittwoch bei einem Pressetermin im Rathaus jeweils ein Exemplar in Empfang nehmen; ein weiteres wird der Bibliothek des Bildungszentrums und der Katholisch-Öffentlichen BĂŒcherei zur VerfĂŒgung gestellt.

Papier im digitalen Zeitalter

„Das ist eine große Ehre fĂŒr uns“, dankte die Rektorin des Bergstraßen-Gymnasiums, Angelika Keßler-Hauß, dem Geschichtsverein stellvertretend auch fĂŒr ihre Kolleginnen und Kollegen. „Gerade in unserem digitalen Zeitalter ist es anregend, auch mal wieder Papier in die Hand zu nehmen und auf Buchseiten zu schmökern.“

Indes: Das gewaltige Werk kann man unter www.hemsbach.de/geschichtsverein auch online durchstöbern. Die Inhalte werden fĂŒr den Suchenden – wie in der Papierform auch – transparent prĂ€sentiert. Ein Inhaltsverzeichnis listet sĂ€mtliche Artikel, es gibt ein Sachwort-, Namens- und Bilderverzeichnis.

Akribischer Heimatforschung von Karl Hellriegel

Viele Autoren haben im Laufe der letzten 30 Jahre BeitrĂ€ge fĂŒr die „Dorfheimat“ verfasst; einem Mitstreiter wollte Moos ganz besonders danken, nĂ€mlich Karl Hellriegel. „Er hat in akribischer Heimatforschung in vielen Artikeln dazu beigetragen, dass wir heute vieles nachlesen können, das sonst dem Vergessen anheimgefallen wĂ€re.“

Und auch an Edwin Höhn richtete Moos dankende Worte: Der Herausgeber des „Stadtanzeigers“ hat fĂŒr diese 13 gebundenen Ausgaben seine RestbestĂ€nde an „Dorfheimaten“ zur VerfĂŒgung gestellt.

„Dieses enorme Wissen, das in diesem wertvollen Werk steckt, geht uns jetzt nicht mehr verloren“, konstatierte BĂŒrgermeister Kirchner abschließend. Der Rathauschef hegt allerdings zugegebenermaßen die leise Hoffnung, dass es vielleicht in naher Zukunft noch einen ErgĂ€nzungsband geben wird. „Herrn Moos und Herrn Höhn gehen die Ideen nicht aus. Ich bin mir sicher, dass es noch so einige Projekte geben wird.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist fĂŒr "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.