Mittwoch, 21. November 2018

„Tag der offenen TĂŒr“ am 14. Dezember

Jugendzentrum feiert 40. Geburtstag

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Das JUZ wird 40 Jahre alt. Foto: Stadt Hemsbach

Hemsbach, 04. Dezember 2013. (red/pm) Das Jugendzentrum in Hemsbach feiert seinen 40. Geburtstag. Am 14. Dezember wird das mit einem „Tag der offenen TĂŒr“ gefeiert.

Information der Stadt Hemsbach:

„Danach muss man wahrlich lange suchen: „Es gibt nicht viele Jugendzentren, die seit 40 Jahren ununterbrochen geöffnet haben“, freut sich BĂŒrgermeister JĂŒrgen Kirchner ĂŒber ein ganz besonderes JubilĂ€um, das in diesem Jahr noch gefeiert werden wird, und zwar am Samstag, den 14. Dezember, ab 15:00 Uhr. Dann nĂ€mlich lĂ€dt das Jugendzentrum in der Giselherstraße 55 (unter der Hebelschule) anlĂ€sslich seines 40. Geburtstags ein zu einem Tag der offenen TĂŒr.

Serviert werden Kaffee und Kuchen und weiteres – vorwiegend von den Jugendlichen – Selbstgebackenes, im Werkraum gibt es Bastelangebote, eine Fotoausstellung „in Papier“ auf LeinwĂ€nden und per Power-Point-PrĂ€sentation lassen 40 Jahre JUZ und alles, was in diesen Zeiten so „abging“, im Bild Revue passieren. „Das wird eine spannende Sache werden, vor allem auch fĂŒr die vielen ,Ehemaligen‘, die natĂŒrlich ebenfalls herzlich eingeladen sind“, so JUZ-Leiter Lars Aschemann. Offen liegen werden auch die Ferienspielordner, und auch darin wird sich der eine oder andere in den Teilnehmerlisten wiederfinden.

EindrĂŒcke vom bunten Alltag

Wesentlich am Tag der offenen TĂŒr wird jedoch sein, EindrĂŒcke vom Alltag im JUZ zu bekommen. Und der ist nicht eintönig, sondern im Gegenteil ganz schön bunt, versichert der JUZ-Leiter. Davon werden die vielen jungen Menschen sicherlich erzĂ€hlen können, die ĂŒbrigens auch bei der Organisation des JubilĂ€umstags tatkrĂ€ftig mitgeholfen haben und den Tag der offenen TĂŒr ebenfalls aktiv begleiten werden. „Alle helfen super mit. Das ist auch eine WertschĂ€tzung fĂŒr unsere Arbeit, die wir fĂŒr die Jugendlichen leisten“, richtet Aschemann stellvertretend auch fĂŒr seine JUZ-Kollegin Mehtap Struthers ein Dankeschön in Richtung seiner „SchĂ€fchen“.

Und im ablaufenden Jahr gab es fĂŒr das JUZ-Team so einiges zu stemmen, bestĂ€tigt auch der Rathauschef. Soccernight, Ferienspiele, Spieleausstellung und Herbstferienprogramm richtet das JUZ inzwischen in Eigenregie aus.

Arbeit mit Jugendlichen im Laufe der Zeit

Die Arbeit mit den Jugendlichen hat sich ĂŒber die Jahrzehnte selbstverstĂ€ndlich verĂ€ndert: 1973 in Selbstverwaltung gestartet, in einer Zeit, als sich junge Menschen sozusagen nach dem Motto „FreirĂ€ume erobern“ ihre persönlichen Nischen abseits der Erwachsenenwelt schufen, kam das Jugendzentrum drei Jahre spĂ€ter unter der Leitung von BĂ€rbel Weber unter die „Fittiche“ der Stadtverwaltung. Seit Anfang der 1980er Jahre bis 2010, als er in die Schulsozialarbeit wechselte, prĂ€gte Gerhard Winkenbach das Jugendzentrum in seiner heutigen offenen Form als Leiter und Persönlichkeit. „Gerhard ist eine Institution in Hemsbach, und das zurecht“, zollt Lars Aschemann seinem VorgĂ€nger hohen Respekt und Anerkennung.

Aber noch ein weiterer Umstand ist ausschlaggebend fĂŒr die Erfolgsgeschichte des Jugendzentrums ĂŒber vier Jahrzehnte hinweg: „Die jeweiligen BĂŒrgermeister und GemeinderĂ€te haben dem JUZ als sinnvolle und gute Einrichtung immer den RĂŒcken gestĂ€rkt. „Wir hatten immer die Möglichkeit, unsere Ideen umzusetzen.“ Der Rathauschef kann diese Aussage Aschemanns nur unterstreichen – auch aus eigener Erfahrung, schließlich startete der Diplom-SozialpĂ€dagoge 1984 als Praktikant im Jugendzentrum ins Berufsleben.

„Eine große Patchworkfamilie“

Die offene Jugendarbeit heute ist angebotsorientierter. DarĂŒber hinaus muss sie auf die vielschichtigen gesellschaftlichen VerĂ€nderungen reagieren. „Die Themen sind zwar die gleichen geblieben – Schule, Familie, Liebeskummer, Berufswahl –, aber die QualitĂ€t ist eine andere“, so die Erfahrung Aschemanns. Und das betrifft vor allem das Thema Familie. „FĂŒr viele ist das JUZ ein zweites Zuhause.

Man kann fast sagen, wir sind hier eine große Patchworkfamilie.“ Da wundert es kaum, dass beispielsweise die „JUZ-Kantine“ jeden Mittwoch unter den Jugendlichen der absolute Renner ist. Dann nĂ€mlich wird gemeinsam gekocht und gegessen – auf den Tisch kommt selbstredend Gesundes – auch um ein Zeichen wider die Fastfoodwelle zu setzen.

Man vertraut sich

Oft kommen die jungen Menschen auch „einfach so“ ins JUZ, um sich mit anderen zu unterhalten, zu spielen oder Karten zu tauschen, und stets werde ein sehr vertrauensvoller Umgang miteinander gepflegt. „Das erkennt man beispielsweise auch daran, dass Yu-Gi-Oh-Karten offen herumliegen können. Keine davon kommt weg“, versichert der JUZ-Leiter. Die Hauptklientel, so Aschemann weiter, sei zwischen 14 und 17 Jahren alt, doch reiche das Altersspektrum insgesamt von 13 bis 21 Jahren.

Etwa 80 bis 100 Jugendliche schauten regelmĂ€ĂŸig im JUZ vorbei, im Tagesschnitt etwa 20 bis 50, darunter derzeit nur ein geringer Anteil MĂ€dchen. „Aber die Besucherstruktur Ă€ndert sich alle ein, zwei Jahre.“

Wer weiß, vielleicht werden die vielen Erstbesucher am Tag der offenen TĂŒr bald regelmĂ€ĂŸige JUZ-GĂ€nger. Lars Aschemann wĂŒrde sich sehr darĂŒber freuen. Sicher ist er sich aber, dass so einige Vorurteile, die mancher im Allgemeinen noch ĂŒber Jugendzentren hegen mag, sich in Nichts auflösen werden.

Tag der offenen TĂŒr anlĂ€sslich 40 Jahre Jugendzentrum am Samstag, 14. Dezember 2013, um 15 Uhr, im Jugendzentrum, Giselherstraße 55.

Das Jugendzentrum ist erreichbar unter Tel. 06201/45544, E-Mail: juz@hemsbach.de, Homepage: www.jugendzentrum-hemsbach.de. Öffnungszeiten: Mo 15:00-18:00 Uhr, Di 14:00-21:00 Uhr, Mi 14:00-21:00 Uhr, Do 14:00-19:00 Uhr, Fr 15:00-21:00 Uhr und Sa 18:00-22:00 Uhr.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist fĂŒr "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.