Samstag, 25. November 2017

Naturschützer aus Hemsbach erhält landesweite Auszeichnung

Gerhard Röhner erhält Gerhard-Thielcke-Naturschutzpreis

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Thielcke-Preis_Dahlbender_Röhner

Gerhard Röhner erhält den Gerhard-Thielcke-Naturschutzpreis. Foto: BUND Landesverband Baden-Württemberg e.V.

Heidelberg/Hemsbach, 13. Januar 2014. (red/pm) Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverband Baden Württemberg, hat am 03. Januar den landesweiten Gerhard-Thielcke-Naturschutzpreis an Gerhard Röhner aus Hemsbach verliehen. Röhner ist Naturschutzbeauftragter des BUND-Regionalverbandes Rhein-Neckar-Odenwald. Mit dem Preis wird ihm für sein Engagement für den Naturschutz in der Region Rhein-Neckar-Odenwald gedankt.

Information des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband Baden-Württemberg e.V.:

„Gerhard Röhners Stärke ist seine Fähigkeit der Vermittlung des Naturschutzgedankens an die breite Bevölkerung“, sagte BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender in ihrer Laudatio, „er ist einerseits unerbittlich, wenn es um die Bewahrung der Natur geht, andererseits ist er stets um einen Diskurs bemüht.“

Gerhard Röhner ist ein Naturschutz-Allrounder, der sich sowohl bei der Landschaftspflege und beim praktischen Artenschutz zu Hause fühlt als auch bei der politischen Arbeit. Die Naturpädagogik gehört genauso zu seinen Tätigkeitsfeldern wie fundierte Stellungnahmen, aber auch präzise Kartierungen und die daraus folgenden wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Beratung, keine Kritik

Er hat es geschafft, dass seine Stellungnahmen zu Planungsverfahren von den Behörden als wertvolle Beratung – und nicht als bloße Kritik – betrachtet werden. Als Naturschutzbeauftragter des BUND-Regionalverbandes Rhein-Neckar-Odenwald baut Gerhard Röhner derzeit ein nach Naturräumen gegliedertes Netzwerk auf. Er berät Ortsgruppen zum Thema Naturschutz und hat so zur Stabilisierung dieser Gruppen beigetragen und das fachliche Niveau erhöht. 2012 erstellte der BUND-Regionalverband unter seiner Federführung ein Windenergiepapier.

„Gerhard Röhner ist durch seine jahrelange Arbeit zu einem zentralen Akteur im Naturschutz in der Region geworden“, sagt Richard Landenberger, Vorsitzender des BUND Regionalverbands.

Projekt ILEK

Ein großes Projekt, das Gerhard Röhner stark beeinflusst hat, ist das Integrierte Ländliche Entwicklungs-Konzept Blühende Badische Bergstraße (ILEK). Hierbei geht es darum, die Biotopvernetzung entlang der badischen Bergstraße zu erhalten und auszubauen sowie den Menschen die Besonderheiten dieses Naturraums näher zu bringen.

Aber die fachlichen Fähigkeiten sind nicht alles, was Gerhard Röhners Arbeit ausmacht. Er ist ein Netzwerker, eine Integrationsfigur für den Naturschutz in seiner Region. Er schafft es immer wieder aufs Neue, Menschen an einen Tisch zu bringen und in einem vertrauensvollen Arbeitsklima herausragende Ergebnisse für den Naturschutz zu erzielen.

An der Dossenheimer Bergstraße fanden 2012 Biotopzerstörungen in einem Vogelschutzgebiet statt. Die Umnutzung des Gebiets für Rebmonokulturen war die Absicht. Gerhard Röhner trug entscheidend dazu bei, dass die Auseinandersetzung mittlerweile die verdiente Aufmerksamkeit erfährt.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.