Montag, 20. November 2017

Stadtverwaltung Hemsbach informiert

Gartenabfälle richtig entsorgen

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Hemsbach, 21. Januar 2014. (red/pm) Die ersten Sonnenstrahlen locken den ambitionierten Gartenbesitzer in seinen Garten, Bäume und Sträucher sehnen sich nach dem ersten Frühjahrsschnitt. Altes und vertrocknetes Pflanzengut wird entfernt. Doch wohin mit den Gartenabfällen, wenn der Komposthaufen und die Braune (Bio-) Tonne bereits überfüllt sind?

Information der Stadt Hemsbach:

„Pflanzliche Abfälle nimmt die Kompostierungsanlage in Weinheim, Hammerweg 69, montags bis samstags von 7.00 bis 12.00 Uhr sowie montags, mittwochs und freitags von 12.30 bis 16.00 Uhr entgegen. Gegen eine geringe Gebühr werden die Pflanzenrückstände fachgerecht kompostiert. Auch in Laudenbach wird am Gemeindebauhof, Heinrich-Lanz-Straße 1, jeweils samstags von 10.00 bis 12.00 Uhr und mittwochs von 16.00 bis 17.00 Grünschnitt angenommen.

Manche „findigen“ Bürger fahren allerdings ihre Gartenabfälle, den Strauch- und Rasenschnitt und ähnliches Grüngut an den nächsten Waldrand und kippen es dort aus – mitunter in dem Glauben, man dürfe das und könne Grüngut als „Produkt der Natur“ wieder selbiger zuführen.

Das trifft leider nicht zu, im Gegenteil: Nicht nur, dass so in fast jedem siedlungsnahen Wald Unmengen wilde „Komposthaufen“ entstehen würden. Das am Waldrand oder im Wald abgeladene Pflanzenmaterial und besonders die darin enthaltenen Nährstoffe werden darüber hinaus auch nicht einem sinnvollen Kreislauf zugeführt, sondern verhindern sogar eine positive Entwicklung der Natur.

Grünschnitt blockiert Rückstauräume

Erheblicher Schaden entsteht auch, wenn Grünabfälle in den Tiefgrabensystemen der Stadt entsorgt werden. Diese Gräben sollen bei hochstehendem Wasser schnell entwässert werden können, um das Umland trocken zu halten. Eingelagerter Grünschnitt macht dies jedoch unmöglich. Wertvolle Rückstauräume werden blockiert, das Wasser kann nicht schnell genug ablaufen. Feuchte Keller in den umliegenden Wohngebieten sind die Folge.

Das Ablagern von wildem – auch grünem – Müll ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine „handfeste“ Ordnungswidrigkeit, welche nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz mit einem Bußgeld geahndet wird.

„Nicht nur ein gepflegter Garten steht für gute Lebensqualität, sondern auch eine saubere Umwelt und intakte Natur“, appelliert Bürgermeister Jürgen Kirchner an die Vernunft der Mitbürgerinnen und Mitbürger. „Wenn wir Abfälle und Grünschnitt ordnungsgemäß entsorgen, können wir alle hierzu einen kleinen, aber entscheidenden Beitrag leisten.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.

  • Maria Hartwig

    Schöner Artikel der den Leuten etwas die Augen öffnen sollte. Es ist notwendig etwas mehr Verantwortung Bezug auf unsere Umwelt aufzubringen und zwar jeder von uns. Oft heißt es aus den Augen, aus dem Sinn. Da sind Gartenabfälle noch das kleinere Übel, aber eben nicht so harmlos wie jeder denkt. Hab mir letztes Jahr auch gegönnt meinem Garten eine Generalüberholung zu Spendieren. War eine ganze Menge an Abfällen, aber selbst das ist kein Problem wenn man sich kümmert.
    Also gibt es nichtmal mehr vernünftige Ausreden für Umweltsünder.