Sonntag, 24. September 2017

Bahnunterführung ab sofort mit Absperrbügeln

„Sicherheit geht vor“

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Hemsbach, 14. Februar 2014. (red/pm) Die Stadtverwaltung Hemsbach hat die Bahnunterführung jetzt mit einem rot-weißen Absperrbügel gesichert, damit Fahrradfahrer zukünftig von ihrem Fahrrad steigen.

Information der Stadt Hemsbach:

„Bis vor kurzem war dies ein fast gewohntes Bild: Mehr oder weniger schnittig bogen Radfahrer sowohl aus dem Osten als auch dem Westen kommend in die Bahnhofsunterführung ein, ignorierten geflissentlich das „Bitte absteigen“-Schild und ließen dort stattdessen ihrem Drahtesel freien Lauf – wenn sie nicht sogar noch dazu in die Pedale traten, um mit ordentlich Schwung am anderen Ende wieder hochzukommen.

Doch damit ist nun Schluss, denn die Stadtverwaltung hat jetzt an beiden Rampen jeweils einen rot-weißen Absperrbügel installiert. Allerdings ungern: Im Zuge des Baus der Kreisverbindungsstraße war die Unterführung erweitert und barrierefrei umgestaltet worden, nachdem zuvor Treppen sozusagen eine „Rallye durch die Röhre“ verhindert hatten.

Damit kam die Stadtverwaltung zum einen dem vielfachen Wunsch nach Barrierefreiheit nach und setzte zum anderen auf das Verantwortungsbewusstsein der Radfahrer – leider ohne Erfolg.

Nach gefährlichen Situationen Notbremse gezogen

Vielmehr sei es immer wieder zu gefährlichen Situationen und vor einigen Wochen sogar zu einem Unfall gekommen, weshalb die Stadtverwaltung nun sozusagen die „Notbremse“ habe ziehen müssen, erklärt Ordnungsamtsleiter Bernd Jung. Auch Bürgermeister Jürgen Kirchner bedauert, dass die Stadt zu dieser Maßnahme gezwungen war: „Uns war bewusst, dass dieser eigentlich gute Ansatz auch ein gewagter Spagat war. Schade, dass er nicht belohnt wurde.“

Reinhard Küßner, Vorsitzender des Stadtseniorenrats, äußert sich ähnlich: „Wir haben die Barrierefreiheit in der Unterführung sehr begrüßt, und es ist betrüblich, dass wir sie jetzt aufgeben müssen. Aber die Sicherheit geht vor“, zeigt er vollstes Verständnis für diese Entscheidung.

Zwar werden die Absperrungen, die übrigens ausreichend Platz für Fahrräder mit Anhängern lassen, den uneinsichtigen Fahrradakrobaten nicht unbedingt zum Absteigen zwingen. Mindestens aber muss er gehörig abbremsen – auf ein Tempo, das man Schrittgeschwindigkeit nennt. Und damit ist ja auch schon viel gewonnen.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.