Mittwoch, 22. November 2017

Gemeinsame Aktion von SG Hemsbach, TSV Sulzbach und Stadt Hemsbach

„Zwei Vereine, eine Kommune, ein Kunstrasenprojekt“

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Hemsbach, 17. August 2014. (red/pm) „Zwei Vereine, eine Kommune, ein Kunstrasenprojekt“ – ein Motto, das gut gewählt ist, macht es doch deutlich, dass schon beim ersten Umsetzungsschritt in Sachen Entwicklung des Sportgeländes an einem Strang gezogen wird. Und da ist es durchaus symbolisch zu werten, dass sich Bürgermeister Jürgen Kirchner, einst selbst fußballerisch bei beiden Vereinen aktiv, gleich den „Anstoßpunkt“ sicherte.

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Roland Heinzelbecker (links) und Jürgen Kirchner bei der Planung des Projekts. Foto: Stadt Hemsbach

Information der Stadt Hemsbach:

„Auf die Plätze – fertig – los!“ ist die Initiative der SG Hemsbach, des TSV Sulzbach und der Stadt Hemsbach überschrieben, die nun auch mittels eines Flyers beworben wird. Vereinsmitglieder, Geschäfts- und Privatleute, die für ein Stück Kunstrasenplatz spenden möchten, können jetzt ebenfalls in die Startlöcher gehen.

Bis dahin sind es nur ein paar Klicks: Auf der SG-Website www.sghemsbach.de ist ein virtuelles Spielfeld eingerichtet, das in 1046 sogenannte Parzellen aufgeteilt ist. Für jede dieser Parzellen wird ein Pate gesucht, der „ideelle Anteile“ am neuen Kunstrasenplatz erwerben kann. Eine „Standardparzelle“ kostet 25 Euro, ein „Stück“ 16-Meter-Raum 50 Euro. Für einen Teil des Fünf-Meter-Raumes werden 75 Euro fällig, Sonderflächen wie beispielsweise Anstoß-, Elfmeterpunkt oder Ecke schlagen 150 Euro zu Buche.

„Erwerben“ kann man die gewünschte Parzelle mittels Klick; diese wird dann zunächst reserviert und auf dem virtuellen Spielfeld hellgrün markiert. Ist der „Kauf“ abgeschlossen, wird die entsprechende Fläche dunkelgrün angezeigt. Per Klick erscheinen dann Name und Adresse des Spenders, der auf Wunsch jedoch auch anonym bleiben kann, wie SG-Vorsitzender Roland Heinzelbecker in einem Pressegespräch erklärte. Das gilt auch für die „Verewigung“ auf einer Sponsorentafel, die später auf dem Sportgelände aufgestellt werden soll.

Kunstrasen ohne das World Wide Web erwerben

Übrigens: Wer ein Stück Kunstrasen „kaufen“ möchte, aber nicht im World Wide Web unterwegs ist, kann sich auch direkt an Roland Heinzelbecker wenden. Knapp 50 Parzellen hatten bis vergangenen Mittwoch bereits ihren Paten gefunden. Da darf man durchaus optimistisch sein, dass dies auch bald für die „restlichen“ 1000 Parzellen gelten wird. Etwa 50.000 Euro kämen so zusammen. „Als Nutzer sind auch wir Vereine in der Pflicht, ein Scherflein zum Kunstrasenplatz beizutragen“, sagt der SG-Vorsitzende.

Bürgermeister Jürgen Kirchner freut sich über diese gemeinschaftliche Aktion: „Das bedeutet nicht nur eine finanzielle Entlastung für die Stadt, die für die Kosten des Kunstrasenplatzes aufkommen muss“ – und dabei auch mit Fördermitteln rechne. „In sportlicher Hinsicht ist diese Kooperation ebenfalls ein richtiger und wichtiger Schritt“, sind sich der Rathauschef und der SG-Vorsitzende einig. So würden sich viele neue Möglichkeiten im Trainingsbetrieb und vor allem im Jugendbereich ergeben.

Auf mindestens eine Million Euro wird das Kunstrasenprojekt inklusive Flutlicht und „Drumherum“ geschätzt – abhängig freilich auch von der Qualität des „Grüns“. Da möchten allerdings weder die Vereine noch die Stadt im Sinne der Gesundheit der Sportler Abstriche machen. Entgegen der gängigen Meinung kommt ein Kunstrasenplatz auch nicht ohne Beregnungsanlage aus, wie Heinzelbecker erklärte.

Schon die nächste Runde ab Sommer 2015 soll auf dem neuen Kunstrasenplatz starten, dem noch ein 60 mal 40 Meter großes Kleinfeld an die Seite gestellt wird, auf dem dann auch Baseball gespielt werden kann. Diese zeitnahe Umsetzung und Inbetriebnahme tut nicht nur aus sportlichen Gründen Not: Ab Herbst beginnen die Planungen für das Freizeitsportgelände, das auf dem alten Nebenrasen und Hartplatz angesiedelt werden soll und für das bekanntlich Gelder der „alla hopp!“-Stiftung fließen.

Weitere Informationen zum Kunstrasenprojekt unter www.sghemsbach.de oder beim SG-Vorsitzenden Roland Heinzelbecker, Telefon 06201/71449, mobil 0175/5241095.

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.