Donnerstag, 21. September 2017

Bürgermeister stellt Schalltechnisches Gutachten vor

Sportgelände verursacht kaum Lärm

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Hemsbach, 21. Oktober 2014. (red/ld) Durch Fußballspiele und das Training des Sportvereins sollen die Anwohner des Sportgeländes möglichst wenig gestört werden. Um sicherzustellen, dass die dazu bestehenden Richtwerte am Sportgelände eingehalten werden, hat die Verwaltung ein schalltechnisches Gutachten beauftragt, das am Montagabend vorgestellt wurde.

Foto: Stadt Hemsbach

Foto: Stadt Hemsbach

Von Lydia Dartsch

Im Rahmen des schalltechnischen Gutachtens des Büros Genest & Partner Ingenieursgesellschaft mbH wurde untersucht, ob die Schallimmissionsrichtwerte der Sportanlagenlärmschutzverordnung eingehalten werden können. Dafür untersuchte das Büro die Nutzung der gesamten Anlage in den Ruhezeiten: werktags zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Sowie wonn- und weiertags zwischen 13:00 und 15:00 Uhr. In dieser Zeit sind höchstens 50 Dezibel zulässig. Bei der Beurteilung wurde außerdem von der ungünstigsten Ausgangslage ausgegangen: Also die Nutzung der gesamten Sportanlage innerhalb der Ruhezeiten durch möglichst viele Sportler.

Eine erste Beurteilung hatte ergeben, dass der zulässige Richtwert werktags durch das Beachvolleyballfeld um 1 Dezibel überschritten wird. An Sonn- und Feiertagen wurden Überschreitungen von bis zu 5 Dezibel berechnet. Diese Überschreitungen beziehen sich auf das Beachvolleyball-, das Kleinspiel und das Großspielfeld.

Lärmbelastung ist unkritisch

Beim Beachvolleyballfeld könnte die zu hohe Lärmbelastung vermieden werden, indem man das Feld in Richtung Hüttenfelder Straße verlagert. Zudem finden an Sonn- und Feiertagen keine Spiele oder Trainings auf dem Kleinspielfeld statt. Daher beziehen sich die Überschreitungen lediglich auf das Großspielfeld.

So könnte das Sportgelände aussehen. Lärmbelastung wird nicht erwartet. Foto: Eichler + Schauss

So könnte das Sportgelände aussehen. Lärmbelastung wird nicht erwartet. Foto: Eichler + Schauss

Allerdings ist die Ruhezeit laut Sportanlagenlärmschutzverordnung nur dann zu berücksichtigen, wenn die Sportanlage länger als vier Stunden genutzt wird. Da dies nicht gegeben ist, weil die Spieldauer bei zwei Spielen nur drei Stunden beträgt, sind die höheren Lärmimissionen von 55 Dezibel zulässig, heißt es in der Vorlage.

Bei einer Neuberechnung wurden dann statt der zwei Stunden Ruhezeit zwischen 13:00 und 15:00 Uhr die tatsächlichen Spielzeiten von insgesamt drei Stunden (vier mal 45 Minuten) mit einbezogen. Diese Berechnung ergab einen erhöhten Lärmpegel von 57 Dezibel. Man rechnet nun mit Überschreitungen von 1,2 Dezibel. Diese Überschreitungen ließen sich allerdings durch planerische Maßnahmen wie beispielsweise durch Wälle oder Zäune vermeiden. Diese seien laut Vorlage im nächsten Schritt mit einem Planer abzustimmen.

Über Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.