Mittwoch, 22. November 2017

RNV Mitarbeiter streiken ab Montag

Ab Montag wieder zu Fuß

Ab Montag hei√üt es wieder Fahrrad fahren, laufen oder im Auto Geduld beweisen, wenn der Stadtverkehr √ľberlastet ist. Busse und Bahnen fahren erstmal keine. Wie lange bleibt abzuwarten.

Ab Montag hei√üt es wieder Fahrrad fahren, laufen oder im Auto Geduld beweisen, wenn der Stadtverkehr √ľberlastet ist. Busse und Bahnen fahren erstmal keine. Wie lange der Streik dauert, bleibt abzuwarten.

 

Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen, 10. Mai 2013. (red/ld) Die Tarifparteien trafen sich heute zu Sondierungsgespr√§chen, um sich wieder anzun√§hern, wie uns die Pressesprecherin der RNV, Susann Becker, mitteilte. Trotzdem steht eines fest: Ab Montag wird wieder gestreikt. Wie lange der Streik diesmal dauern wird, ist noch offen. Die Gewerkschaft hat einen unbefristeten Ausstand angek√ľndigt. Von den Streiks k√∂nnten auch die Teilnehmer und Helfer beim Deutschen Internationalen Turnfest betroffen sein, das in einer Woche startet. [Weiterlesen…]

Nach der Insolvenz von Billigstromanbieter Flexstrom erhalten Kunden nun Ersatzversorgung

Niemand sitzt im Dunkeln, aber die „Verbraucher sind die Dummen“

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Mit diesem Spruch warb FlexStrom. Jetzt ist der Billigstromanbieter pleite. (Quelle: flexstrom.de)

Rhein-Neckar, 30. April 2013. (red/aw/tegernseerstimme.de) Der Billigstromanbieter FlexStrom musste Insolvenz anmelden. Von der Zahlungsunf√§higkeit sind deutschlandweit rund 500.000 Haushalte betroffen, auch in der Metropolregion. Allein¬†im Netzgebiet der MVV sind es etwa 1.200¬†Kunden. Doch was passiert nun? Bleiben die Kunden auf ihren Kosten sitzen und stehen trotzdem bald ohne Strom da? [Weiterlesen…]

Harter Vorwurf: Die alte schwarz-gelbe Regierung soll dem Mittelstand geschadet haben

„Dumpingl√∂hne wurden gef√∂rdert“

Rhein-Neckar, 25. April 2013. (red/ld) Vor zwei Wochen ist das Tariftreuegesetz im Landtag beschlossen worden. √Ėffentliche Auftr√§ge d√ľrfen ab dem 01. Juli nur noch an Unternehmen vergeben werden, die ihren Arbeitnehmern mindestens 8,50 Euro pro Stunde bezahlen. Damit will die gr√ľn-rote Landesregierung gegen Dumpingl√∂hne vorgehen. Bisher mussten Kommunen das g√ľnstigste Angebot annehmen. Der Wettbewerb sei auf dem R√ľcken der Arbeitnehmer ausgetragen worden, sagte Hans-Ulrich Sckerl, Landtagsabgeordneter von B√ľndnis ’90/Die Gr√ľnen im Interview. Ziel sei es, auf Dauer h√∂here L√∂hne zahlen zu k√∂nnen. √úberpr√ľft wird die Einhaltung nur bei Bedarf. [Weiterlesen…]

Gr√ľndung des ‚ÄěHemsbacher B√ľndnis f√ľr Familie‚Äú

Wie ein Baum soll es wachsen…

Hemsbach, 24. April 2013. (red/pm) Zum internationalen Tag der Familie am 15. Mai, wird das ‚ÄěHemsbacher B√ľndnis f√ľr Familie‚Äú gegr√ľndet. Die Stadt Hemsbach l√§dt hierzu ab 15:00 Uhr in die Hebelschule ein. Vereine, Unternehmen, Schulen, Kindertagesst√§tten, engagierte Eltern und weitere interessierte Akteure sollen dabei miteinander ins Gespr√§ch kommen. [Weiterlesen…]

Gartenwanderung zwischen Hemsbach und Laudenbach

‚ÄěSinnesfreuden statt Gestr√ľpp‚Äú

Hemsbach/Laudenbach/Weinheim, 10. April 2013. (red/pm) ILEK hat Gro√ües vor. Das Integrierte L√§ndliche Entwicklungskonzept (ILEK) strebt vor allem die Erhaltung und Wiederherstellung der typischen Bergstr√§√üer Kulturlandschaft mit bl√ľhenden Obstb√§umen, Weinbergen und G√§rten an. [Weiterlesen…]

Leserbefragung f√ľr die Fachhochschule Ansbach

Wir bitten um Ihre Mithilfe

Rhein-Neckar, 10. April 2013. (red/cm) Was w√§re Deutschland ohne Forschung, was Baden-W√ľrttemberg? Forschung und Entwicklung, Innovation und Experimentierfreude machen das „Made in Germany“ aus. Das gilt nicht nur f√ľr Industrieg√ľter, sondern auch f√ľr intellektuelle Leistungen. Unser Mitarbeiter Christian M√ľhlbauer studiert an der Fachhochschule Ansbach „Ressortjournalismus“. F√ľr seine Bachelorarbeit bietet er unsere Leserinnen und Leser um Mithilfe. Mit einem Fragebogen untersucht er verschiedene Aspekte der Nutzung von so genannten „hyperlokalen Angeboten“, als journalistische Angebote, die kleinteilig im Lokalen vor Ort gemacht werden. [Weiterlesen…]

Gesundheitsschäden durch Kohlekraftwerke

Keine gesundheitlichen Auswirkungen f√ľr unmittelbare Nachbarn

Das Gro√ükraftwerk Mannheim ist mit seinen Emissionen bundesweit f√ľr 71 vorzeitige Todesf√§lle verantwortlich. Allein f√ľr den Block 9 rechnen Forscher mit 48 F√§llen. Er geht 2015 ans Netz.

 

Mannheim/Rhein-Neckar, 04. April 2013. (red/ld) Wer nahe am Kohlekraftwerk wohnt, lebt l√§nger. Eine Studie der Universit√§t Stuttgart im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace, die gestern vorgestellt worden ist, sorgt f√ľr Aufregung. Daraus geht hervor, dass Kohlekraftwerke mit giftigen Feinstaubemissionen die Lebenszeit der Deutschen jedes Jahr um 33.000 Lebensjahre verk√ľrzen. Das entspricht 3.100 Menschen pro Jahr, die fr√ľhzeitig sterben. F√ľr 71 davon ist das kohlebetriebene Gro√ükraftwerk Mannheim verantwortlich. Die gesundheitssch√§dlichen Auswirkungen zeigen sich aber erst in weiter Umgebung der Kraftwerke. [Weiterlesen…]

Eine Studie der Universität Stuttgart misst erstmals Schadstoffverbreitung von Kohlekraftwerken

Großkraftwerk verursacht jährlich 71 vorzeitige Todesfälle

Der Block 9 des Großkraftwerk Mannheim soll 2015 in Betrieb gehen. Wissenschaftler der Universität Stuttgart haben im Auftrag von Greenpeace errechnet, dass rund 48 vorzeitige Todesfälle im Jahr auf sein Konto gehen werden. Foto: GKM AG

 

Mannheim/Rhein-Neckar, 04. April 2013. (red/pm) Laut einer Studie der Universit√§t Stuttgart setzen Kohlekraftwerke neben Treibhausgasen wie Kohlendioxid und Kohlenmonoxid auch Feinstaub, giftige Metalle und Schwefeldioxid frei. Diese Stoffe seien verantwortlich f√ľr Atemwegserkrankungen, Asthma und verk√ľrzen die Lebenszeit deutlich, und zwar deutschlandweit um 33.000 Lebensjahre pro Jahr. Bezogen auf die Bev√∂lkerung entspricht das 3.100 fr√ľhzeitiger Todesf√§lle im weiten Umkreis von Kohlekraftwerken. 71 davon gehen laut der Studie auf das Konto des kohlebetriebenen Gro√ükraftwerk Mannheim. Wenn der Block 9 in zwei Jahren in Betrieb geht, rechnen die Forscher mit etwa 48 vorzeitigen Todesf√§llen, allein f√ľr diese Anlage. Die Bl√∂cke 3 und 4 werden dann abgeschaltet. Die Bl√∂cke 6, 7 und 8 bleiben am Netz.

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Hessische Polizei warnt vor falschen Geb√ľhrenbescheiden

Neue Betrugsmasche im Namen der GEZ

Rhein-Neckar/Gie√üen, 28. M√§rz 2013. (red/aw) Die hessische Polizei warnt vor gef√§lschten Schreiben im Namen der ehemaligen¬†Geb√ľhreneinzugszentrale (GEZ). In der Hauswurfsendung werden die Empf√§nger aufgefordert, den quartalsm√§√üig f√§lligen Beitrag zu √ľberweisen. Sollten Sie dieser Tage Post vom neuen ARD, ZDF und Deutschlandradio-Beitragsservice erhalten, schauen¬†Sie besser genauer hin! Die Polizei bittet die Bev√∂lkerung um Hinweise zu den Verteilern. [Weiterlesen…]

„Die Mehrheit im Bundestag sind Internet-Doof-Finder“

 

Rhein-Neckar/Berlin, 04. M√§rz 2013. (red/pro) Am Freitag hat eine Mehrheit im Bundestag dem „Leistungschutzrecht f√ľr Presseverlage“ zugestimmt. Das Gesetz soll angeblich die „Leistungen“ von Verlagen sch√ľtzen – so d√ľrfen nur noch „einzelne Worte“ oder „kleinste Textausz√ľge“ von Verlagsinhalten kostenfrei angezeigt werden – alles andere muss bezahlt werden. Was „kleinste Textausz√ľge“ genau hei√üt, ist offen und muss im Zweifel vor Gericht gekl√§rt werden. Droht eine neue Abmahnwelle – provoziert durch die Verlegerlobby? F√ľr die gr√ľne Medienexpertin Tabea R√∂√üner steht jetzt schon fest: „Dieses Gesetz ist der gr√∂√üte Schwachsinn aller Zeiten.“ [Weiterlesen…]

B√ľrgerinitiative ‚ÄúRettet den Wachenberg‚ÄĚ froh √ľber das Urteil des VGH

„Ein Sieg f√ľr die Demokratie“ vs. Trumpf der Angst

Weinheim/Hirschberg/Schriesheim, 11. Februar 2013. (red/aw) Elisabeth Kramer, Gisela Schmitt, Gunda Krichbaum und Willy Welti sind erleichtert. Ihr ehrenamtliches Engagement zur Rettung des Wachenbergs hat sich ausgezahlt. Mit dem Urteil des Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-W√ľrttemberg vom 29. Januar 2013 haben sie einen Meilenstein zur ‚ÄěRettung des Wachenbergs‚Äú erreicht. Es war ein langer Weg bis zu diesem Punkt, doch am Ziel sind sie noch nicht. [Weiterlesen…]

Zeitgemäßes Design, "neue Maßstäbe" (bisher) Fehlanzeige

Ländle mit neuer Homepädsch

Rhein-Neckar, 04. Februar 2013. (red/zef) Seit dem 01. Februar 2013 hat das Land Baden-W√ľrttemberg eine neue Online-Plattform. Die Homepage soll neue Ma√üst√§be setzen, damit ‚Äěsich die B√ľrgerinnen und B√ľrger mit Politik auseinandersetzen‚Äú, sagt die Silke Krebs, Ministerin im Staatsministerium. Wir haben uns die Seite angeschaut: „Neue Ma√üst√§be“ gilt im Vergleich mit der alten Seite bestimmt, das Design ist frisch und modern ‚Äď inhaltlich und konzeptionell kann die Seite aber durchaus noch zulegen. Immerhin: In den ersten drei Stunden nach dem Start am 1. Februar haben bereits 2.500 Menschen insgesamt 15.000 Seiten aufgerufen – und das innerhalb von drei Stunden. [Weiterlesen…]

Nur wenigen Kommunen bleiben Erhöhungen erspart

Rundfunkgeb√ľhren-Wucher f√ľr St√§dte und Gemeinden in der Metropolregion

 

Rhein-Neckar, 25. Januar 2013. (red/aw) Auch Kommunen fordern jetzt Nachbesserungen beim neuen Rundfunkbeitrag. Seit dem 1. Januar 2013 werden die Geb√ľhren einer Gemeinde oder Stadt nicht l√§nger anhand der Ger√§teanzahl berechnet, sondern nach der Anzahl ihrer Dienststellen und Betriebsst√§tten, unter Ber√ľcksichtigung der dort Besch√§ftigten und nach der Anzahl ihrer Kraftfahrzeuge. Eine Berechnungsgrundlage die f√ľr viele Kommunen zu Kostensteigerungen f√ľhrt. Die Stadt Mannheim rechnet mit einem zus√§tzlichen Mehraufwand von 3.000 Euro pro Monat. St√§dte- und Gemeinde-Verb√§nde haben sich eingeschaltet.

Von Alexandra Weichbrodt

Aufreger Rundfunkbeitrag: Neben der ‚Äúnormalen‚ÄĚ Bev√∂lkerung, kritisieren jetzt auch die Gemeinden und St√§dte des Landes die neue Rundfunkgeb√ľhr der √∂ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Seit der Reform muss jeder zahlen, ob er die Sender nutzt oder nicht. W√§hrend aber in Privathaushalten pro Wohnung ein Beitrag anf√§llt, m√ľssen die Kommunen ihre Beitr√§ge jetzt nach Anzahl ihrer Dienststellen und Betriebsst√§tten unter Ber√ľcksichtigung der dort Besch√§ftigten und nach der Anzahl ihrer Kraftfahrzeuge berechnen und bezahlen.

Eine Gemeinde oder Stadt, die viele Betriebst√§tten wie B√ľrgerb√ľros und Standes√§mter oder einen gro√üen Fuhrpark unterh√§lt, muss also ab diesem Jahr mit Mehrausgaben rechnen. Das bef√ľrchten auch der Deutschen St√§dte- und Gemeindebund (DSTGB) sowie der Deutsche St√§dtetag: Die Reform der bisherigen Rundfunkgeb√ľhr f√ľhre zu einer ‚Äědeutlichen Mehrbelastung‚Äú, hei√üt es in einer gemeinsamen Mitteilung. F√ľr die Mehrausgaben muss der B√ľrger als Steuerzahler erneut herhalten.

Gegenwehr garantiert

Da bleibt es nicht aus, dass die Kommunen sich wehren. Daf√ľr einsetzen werden sich auch der DSTGB und der Deutsche St√§dtetag. Angesichts eines m√∂glichen Kostenanstiegs von bis zu 400 Prozent, fordern die Verb√§nde, das Thema erneut in der Rundfunkkommission und der Ministerpr√§sidentenkonferenz zu behandeln, um eine gerechtere L√∂sung zu finden.

Ihrer Ansicht nach benachteiligen die Neuregelungen besonders die b√ľrgernahen Kommunen: Je dezentraler eine Stadt- oder Gemeindeverwaltung organisiert ist, desto mehr Betriebsst√§tten und Dienststellen habe sie. Und daran bemesse sich ja nun die neue Geb√ľhr. Die Folgen: Drastische Kostensteigerungen.

Eine Bewertungsgrundlage, die auch viele Gemeinde- und Stadtkassen in der Metropolregion zuk√ľnftig mehr belasten wird. So best√§tigt uns der Ladenburger B√ľrgermeister Rainer Ziegler, dass die Rundfunkgeb√ľhr f√ľr die Gemeinde Ladenburg bisher bei etwa 2.000 Euro im Monat lag, in Zukunft aber deutlich teurer erwartet wird.

Man habe derzeit hinsichtlich der H√∂he jedoch noch Kl√§rungsbedarf mit der Geb√ľhreneinzugsbeh√∂rde und warte auf Antwort auf die gestellten Anfragen. Die Gemeinde stehe au√üerdem mit den kommunalen Landesverb√§nden DSTGB und dem Deutschen St√§dtetag in Verbindung.

Über Maßnahmen werden wir gegebenenfalls nach Beendigung der noch laufenden Verhandlungen und nach Abstimmung mit den Verbänden nachdenken,

so B√ľrgermeister Ziegler.

√Ąhnlich die Erwartungen in der Gemeinde Hirschberg. Hier erwartet die Gemeindeverwaltung eine Erh√∂hung von 1.655 Euro auf 1.940 Euro monatlich. Eine Steigerung von 17 Prozent mehr f√ľr den Rundfunkbeitrag.

Beitrag der Stadt Mannheim verdoppelt sich

Hart trifft es auch die Stadt Mannheim. Der bisherige Betrag von 2.700 Euro monatlicher Geb√ľhr, wird nach Sch√§tzungen der Stadtverwaltung um 3.000 Euro zus√§tzlich ansteigen, also 5.700 Euro im Monat, was einer Steigerung von rund 210 Prozent entspricht. Sicher sei man noch nicht, der erste Geb√ľhrenbescheid noch auf sich warten lasse. Einsparungsm√∂glichkeiten sieht die Stadt allerdings keine:

Organisationseinheiten, welche dem gleichen Zweck dienen, k√∂nnen sofern diese sich in einen Geb√§ude befinden, zu einer Betriebsst√§tte zusammengefasst werden. So k√∂nnten z.B. Geb√ľhren gespart werden. Diese und viele andere Einsparm√∂glichkeiten hat die Stadt Mannheim ausgesch√∂pft.

Auch die Stadt Mannheim steht in engem Kontakt mit dem St√§dtetag Baden-W√ľrttemberg, der in der Angelegenheit bereits aktiv geworden ist.

Besser weg kommt da die Stadtkasse im hessischen Viernheim. Mit einer bisherigen viertelj√§hrlichen Rundfunkgeb√ľhr von 315,24 Euro ist die Stadt relativ g√ľnstig dabei. In Zukunft werden es aber wohl trotzdem √ľber 400 Euro Mehrkosten im Jahr, dank einer neu berechneten Rundfunkgeb√ľhr von gesch√§tzten 419,45 Euro pro Quartal.

Weniger Geb√ľhren bleiben die Ausnahme

In Heddesheim hat man schon Gewissheit. Die Gemeinde hat bereits die erste Rundfunkbeitragsrechnung erhalten und kommt g√ľnstiger weg als vor der Reform:

In der Abrechnung wurde deutlich, dass der monatliche Beitrag f√ľr die Gemeinde im Vergleich zum alten Modell leicht gesunken ist.

Da wird Heddesheim aber wohl eine Ausnahme sein. Obwohl die Gemeinde mit rund 11.5000 Einwohner so gro√ü ist wie die benachbarte Stadt Ladenburg, unterscheiden sich die Rundfunkgeb√ľhren erheblich. Grund daf√ľr ist die Anzahl der Betriebsst√§tten. Dazu geh√∂ren auch Bildungseinrichtungen, wie Schulen oder Kinderg√§rten.

So muss Heddesheim mit insgesamt nur drei Schulen einen deutlich kleineren Beitrag leisten, als Ladenburg mit neun Schulen. Antr√§ge auf einer Befreiung solcher Bildungs- und Jugendeinrichtungen werden derzeit vielerorts noch gepr√ľft und lassen ein endg√ľltiges Ergebniss offen.

Definition „Betriebsst√§tte“ gibt Anlass zur Diskussion

In Sachen Betriebsst√§tten-Definition gibt es ohnhin noch erheblichen Kl√§rungsbedarf. Viele der Gemeinden, befinden sich auch deshalb noch in Verhandlungen mit der Geb√ľhreneinzugszentrale. Nach Auffassung dieser ist beispielsweise die Volkshochschule (VHS) eine eigene Betriebsst√§tte, viele Kommunen sehen das allerdings anders, insbesondere wenn diese im Rathaus untergebracht ist.

Der Vater des neuen Modells, Ex-Verfassungsrichter Paul Kirchhof, lobt seine Idee im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung trotzdem:

Ich habe gemeinsam mit den Rundfunkanstalten ein verfassungsrechtlich zul√§ssiges und praktisch gebotenes Finanzierungssystem entwickelt. Wir haben das Ziel erreicht, einen einfachen, plausiblen Beitrag f√ľr alle B√ľrger zu schaffen.

Wie sich dieses Finanzierungssystem aber f√ľr Kommunen oder auch Unternehmen auswirkt, wurde wohl nicht ausreichend ausgewertet. Denn neben den St√§dten und Gemeinden nutzen auch die Unternehmer in Deutschland den Stimmungsschwung.

Grund daf√ľr sind ebenfalls horrende Neuberechnungen des Rundfunkbeitrags. So soll die Drogeriekette dm etwa 270 Prozent mehr Geb√ľhren zahlen als noch 2012. Der Einzehlh√§ndler Rewe f√ľrchtet gar eine Steigerung um 500 Prozent. Die Drogeriekette Rossmann droht aufgrund der Kostenexplosion sogar mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht.

Schwetzingen und Heidelberg haben noch keinen √úberblick

Es wird sich zeigen, ob die Rundfunkkommission gemeinsam mit der Ministerpr√§sidentenkonferenz noch einmal eine Nachjustierung der Geb√ľhrenberechnung f√ľr St√§dte und Gemeinden vornehmen. Fest steht, es wird einige Kommunen geben, die mit einem deutlichen Loch in ihrer Haushaltskasse aus der Geb√ľhrenreform herausgehen.

Einige St√§dte in der Metropolregion lassen die wom√∂glich „teure √úberraschung“ der Rundfunkgeb√ľhrenreform aber auch einfach auf sich zu kommen. Manche haben sich noch nicht ausreichend mit dem Thema auseinandergesetzt, so auch die Stadt Schwetzingen. Hier warte man mit Prognosen bis der erste Geb√ľhrenbescheid eintrifft. Die Berechnungsgrundlage sei derzeit einfach noch zu unklar, um Zahlen zu nennen. In Ludwigshafen wei√ü man nichts genaues, weil die fr√ľhere GEZ-Geb√ľhr dezentral aus den Budgets der Verwaltungsbereiche gezahlt worden ist.

√Ąhnlich ist es in Heidelberg. Das Problem hier: Es fehlt der √úberblick. Die Betriebsst√§ttten hatten bisher eigenst√§ndig mit der Geb√ľhrenzentrale abgerechnet.

Derzeit hat aber noch niemand bei der Stadtverwaltung alle Einzelposten zusammengestellt, um zu errechnen wie hoch der neue Gesamtbetrag ausfallen könnte,

erkl√§rte Dr. Bert-Olaf Rieck vom Amt f√ľr √Ėffentlichkeitsarbeit der Stadt Heidelberg.

 

"Es ist fast unmöglich, keinen Rechtsverstoß zu begehen"

Wann „teilen“ richtig teuer werden kann – Abmahnfalle Facebook

Rhein-Neckar, 12. Januar 2013. (red) Seit Anfang Januar ist eingetreten, was in juristischen Fachkreisen schon l√§nger erwartet worden ist: Ein Nutzer, der auf Facebook ein Foto geteilt hat, wurde abgemahnt. F√ľr ein Foto in Briefmarkengr√∂√üe sollen an Schadensersatz und Rechtsgeb√ľhren insgesamt 1.750 Euro zusammenkommen. Merke: Was einfach und eigentlich eine wichtige Funktion bei Facebook und anderen sozialen Diensten ist, das Teilen von Inhalten, kann schnell zur Kostenfalle werden. Vielen fehlt das Unrechtsbewusstsein – das bewahrt im konkreten Fall aber nicht vor enormen Kosten. [Weiterlesen…]

Wenig √Ąnderungen im der Abfallwirtschaft

Abfallgeb√ľhren bleiben 2013 stabil

Rhein-Neckar, 03. Januar 2013. (red/pm) Auch 2013 besteht im Rhein-Neckar-Kreis das von der Abfallwirtschaft des Rhein-Neckar-Kreises (AVR) betreute √§u√üerst leistungsf√§hige Abfallwirtschaftssystem fort. Der Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises hatte im Dezember 2012 nur ganz wenige √Ąnderungen beschlossen.

Information des Landratsamtes Rhein-Neckar:

‚ÄěWir bieten damit erneut viele komfortable und individuelle L√∂sungen entsprechend der Bed√ľrfnisse der Haushalte, gleich ob junge oder √§ltere Menschen dort wohnen, und f√ľr Gewerbebetriebe an‚Äú, stellt Landrat Stefan Dallinger fest. Zudem bleiben auch die Abfallgeb√ľhren im kommenden Jahr weiterhin stabil.

Die wichtigsten Fakten im √úberblick

Die BioEnergieTonne, von der kreisweit im letzten Jahr 60.000 St√ľck ausgegeben worden sind, wird auch im Jahr 2013 geb√ľhrenfrei angeboten, mit Ausnahme der 660 Liter Biom√ľlltonne bei w√∂chentlicher Abfuhr. F√ľr diese Tour sind zu wenige Vierradbeh√§lter im Rhein-Neckar-Kreis aufgestellt, so dass diese Dienstleistung nur mit zus√§tzlichem Aufwand erbracht werden kann. Das Beh√§ltervolumen bei der BioEnergieTonne wird je Bewohner eines Grundst√ľcks auf 80 Liter festgelegt bei einem vierzehnt√§glichen Leerungsrhythmus. Weiteres Beh√§ltervolumen kann gegen Geb√ľhr bei der AVR Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises bestellt werden. F√ľr Grundst√ľcke mit mehr als 20 Personen k√∂nnen auch 660 l-Beh√§lter gestellt werden.

Der Rhein-Neckar-Kreis erhebt f√ľr Restm√ľllbeh√§lter eine Mindestgeb√ľhr von zwei Leerungen, wenn der Beh√§lter mehr als 182 Tage im Kalenderjahr dem Nutzer zur Verf√ľgung stand. Zwischen 32 und 182 Tagen Standzeit wird eine Mindestleerung erhoben und bei weniger als 32 Tagen Standzeit wird keine Mindestleerung berechnet.

Die Anlieferung von Sperrm√ľll und/oder Altholz aus Haushalten bei den Abfallanlagen der AVR bleibt bis zu einer Menge von 4 m3/Tag weiterhin geb√ľhrenfrei. F√ľr Anlieferungen von Gemischen aus Biom√ľll und Gr√ľnschnitt wurden neue Geb√ľhren festgelegt. Die getrennte Anlieferung von Biom√ľll und Gr√ľnschnitt hingegen wird weiterhin mit Geb√ľhrenfreiheit belohnt. F√ľr Anlieferungen von Erdaushub werden ab dem 01.01.2013 Abfallgeb√ľhren erhoben und zwar gestaffelt nach den unterschiedlichen Belastungsstufen der Erde. Diese Geb√ľhren werden ab 2013 neu bei der Deponie Wiesloch erhoben.“

VG Karlsruhe verbietet der Stadt Pforzheim Internetveröffentlichung

Kippt der Lebensmittelpranger?

Das Landratsamt Rhein-Neckar informiert nach wie vor √ľber die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen im Kreis. (Quelle: Rhein-Neckar-Kreis.de)

 

Rhein-Neckar, 18. Dezember 2012. (red/pro/aw) Das Verwaltungsgericht (VG) Karlsruhe hat der Stadt Pforzheim untersagt, Hygienem√§ngel in einer Gastst√§tte „an den Pranger zu stellen“. Das Urteil sorgt bundesweit f√ľr Diskussionen in Landrats√§mtern, Gemeinden und der Lebensmittelbranche. Die Karlsruher Verwaltungsrichter k√∂nnen im Urteil nicht erkennen, dass die Betreiber genannt werden m√ľssen.¬†

Der „Lebensmittelpranger“ wurde zum 01. September 2012, mit einer Gesetzes√§nderung des Lebensmittel-, Bedarfsgegenst√§nde- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB), eingef√ľhrt. Und das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis hat prompt im Oktober zwei Betriebe in Schriesheim und Heiligkreuzsteinach auf die Prangerliste gesetzt und diese im Internet ver√∂ffentlicht. Das „Urteil“: „Ekelerregende Herstellungsverfahren“, wie das Schriesheimblog am 22. Oktober berichtete.

Auch die Stadt Pforzheim wollte einen gro√üen Gastronomiebetrieb entsprechend anprangern. Das Verfahren l√§uft so: Stellen Lebensmittelkontrolleure erhebliche M√§ngel fest, k√∂nnen diese Betriebe sofort auf die Liste nehmen oder bei wiederholten Verst√∂√üen, wenn keine Abhilfe geschaffen wird. Dann wird der Betrieb informiert und hat eine Woche Zeit Beschwerde einzulegen. Die Gro√ügastronomie im Gebiet Pforzheim hatte damit Erfolg. Die Richter sehen im Gesetzestext eine Begr√ľndung f√ľr die Namensnennung in diesem Fall nicht gegeben.

„Angesichts erheblicher Zweifel…“

In einer Pressemitteilung vom 13. November 2012 begr√ľndete das Verwaltungsgericht Karlsruhe das Urteil wie folgt:

„Der Wortlaut des Gesetzes spreche daf√ľr, dass die Beh√∂rde nur zur Herausgabe einer sogenannten Produktwarnung erm√§chtigt werde, also zur Information √ľber ein konkretes Lebensmittel, das unter Versto√ü gegen lebensmittelrechtliche Vorschriften hergestellt, behandelt oder in den Verkehr gelangt sei. Dass die Vorschrift √ľber ihren Wortlaut hinaus die Pflicht der Beh√∂rden begr√ľnde, die √Ėffentlichkeit generell √ľber hygienische M√§ngel in Betrieben zu informieren, die Lebensmittel verarbeiteten und/oder in den Verkehr br√§chten, lasse sich auch der amtlichen Begr√ľndung des Gesetzes nicht entnehmen.

Angesichts der erheblichen Zweifel an der Rechtm√§√üigkeit der geplanten Ver√∂ffentlichung √ľberwiege das Interesse des Gastst√§ttenbetreibers, hiervon vorl√§ufig verschont zu bleiben. Dies gelte umso mehr, als in der Zwischenzeit die Einhaltung der Hygienevorschriften in dieser Gastst√§tte sichergestellt sei, eine Ver√∂ffentlichung deshalb zum Schutz der Verbraucher nicht unerl√§sslich sei.“

Die Stadt Pforzheim hat aufgrund der Entscheidung des VG Karlsruhe derzeit keine Bekanntmachungen √ľber Lebensmittelkontrollen ver√∂ffentlicht. Wie das Rechtsamt der Stadt Pforzheim gegen√ľber Rheinneckarblog.de best√§tigte, sei dagegen aber beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim Beschwerde eingereicht worden. Weitere Details k√∂nne man derzeit allerdings noch nicht kommunizieren, hei√üt es. Hierzu soll es in den n√§chsten Tagen weitere Informationen geben.¬† (Anm. d. Red: Wir berichten weiter.)

Möglicherweise ist der Lebensmittelpranger bald wieder Geschichte, sollten die Gerichtshöfe den Entscheidungen der Verwaltungsgerichte folgen.

Könnte der Pranger kippen?

„Ausgeschlossen ist das nicht“, sagt Pressesprecher Berno M√ľller vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis. Hier sei aber noch kein edg√ľltiger Knopf dran.

Denn Verwaltungsgerichte in Oldenburg, Regensburg und Trier hatten zuvor in Sachen Internetver√∂ffentlichung von Kontrollergebnissen ebenfalls entschieden. Gemeinsamer Tenor: „Grundrechts- und Europarechtskonformit√§t“ m√ľssen eingehalten werden. Insbesondere wurde auf die „Verpflichtung zur Angabe des betroffenen Lebensmittels“ hingewiesen.

Das VG Regensburg f√ľhrte aus, dass die Ver√∂ffentlichung von Verst√∂√üen nur ‚Äěunter Nennung des Lebensmittels‚Äú gerechtfertigt sei. Es m√ľsse ersichtlich gemacht werden, welche Lebensmittel von etwaigen Verst√∂√üen betroffen sind.

Bis etwas anderes beschlossen wird, verfährt das Veterinäramt im Rhein-Neckar-Kreis wie bisher. Die Veröffentlichung von Kontrollergebnissen sei nach Anweisung des Ministeriums nach wie vor legitim.

Solange wir nichts anderes hören, bleibt das so,

best√§tigt der zust√§ndige Mitarbeiter Rudi Wolf. Insgesamt f√ľnf Betriebe wurden seit dem 01. September 2012 auf den Listen des Landratsamts angeprangert. Darunter, neben den zwei zu Beginn genannten Gastro-Betrieben, auch die B√§ckerei Baskent in Leimen sowie die Metzgereien Lingenfelder in Neulu√üheim und K√∂hler in Altlu√üheim. In allen f√ľnf F√§llen wurden die M√§ngel bereits beseitigt. Diese Information kann der Liste ebenfalls entnommen werden. √Ėffentlich bleibt sie dennoch – in Baden-W√ľrttemberg bis zu einem Jahr.

Pflichten f√ľr G√ľterh√§ndler gesetzlich versch√§rft - Strafen bis 100.000 Euro m√∂glich

Vom Immobilienmakler zum „IM Makler“

Der Immobilienverband Deutschland informiert seine Mitglieder derzeit intensiv √ľber das Geldw√§schegesetz und die damit einhergehenden Pflichten. (Quelle: ivd.net)

 

Rhein-Neckar, 13. Dezember 2012. (red/aw) Die Bundesregierung hat Ende 2011 das Geldw√§schebek√§mpfungsrecht mit einem ‚ÄúGesetz zur Optimierung der Geldw√§schepr√§vention‚ÄĚ versch√§rft. Davon betroffen sind „G√ľterhandler“ wie Steuerberater, Anw√§lte, Treuh√§nder und auch Immobilienmakler. Mit fragw√ľrdigen Verpflichtungen sollen diese Berufsgruppen die Bundesregierung im Kampf gegen Terrorismusfinanzierung und Geldw√§sche unterst√ľtzen.

Besonders die Immobilienmakler haben mit den Auflagen des Geldw√§schegesetzes (GWG) zu k√§mpfen. Laut dem GWG sind Makler dazu verpflichtet ‚Äúangemessene gesch√§fts- und kundenbezogene Sicherungssysteme und Kontrollen zu entwickeln, diese zu dokumentieren und fortlaufend zu aktualisieren‚ÄĚ. Was soviel bedeutet wie: Der Makler soll den potenziellen Kunden bereits im ersten Kontakt „ausspionieren“.

Tut er dies nicht, begeht er eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 100.000 Euro Bu√ügeld bestraft werden kann. Der Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverst√§ndigen e.V. (IVD) kritisiert vor allem den fr√ľhen Zeitpunkt der Identifizierung. Nicht wenige Kunden werden von dem ungewohnten Interesse an pers√∂nlichen Informationen beim ersten Kontakt abgeschreckt.

Verweigert der Kunde die Informationen oder kommt dem Makler etwas seltsam am Verhalten des Kunden vor, etwa weil der Befragte ausweichend antwortet, dann ist er verpflichtet eine Verdachtsmeldung bei der zust√§ndigen Beh√∂rde abzugeben. Es ist davon auszugehen, dass durch dieses Verfahren eine Vielzahl von unbescholtenen Personen auf den schwarzen Listen der Beh√∂rden landen, nur weil diese sich wie auch immer „nicht normal“ verhalten haben.

Baden-W√ľrttemberg ist bei der Durchsetzung dieser Pflicht f√ľr Immobilienmakler deutschlandweit ganz vorne. Bereits seit Februar 2011 werden Makler-B√ľros verst√§rkt √ľberpr√ľft, um zu gew√§hrleisten, dass sie ihrer Nachweispflicht nachkommen.

Den vollständigen Bericht von unserer Autorin Alexandra Weichbrodt lesen Sie auf unserem Regionalportal Rheinneckarblog.de.

Die Strompreise steigen, aber kaum ein Haushalt wechselt den Anbieter

Stromwechsel per Postkarte

Rhein-Neckar, 12. Dezember 2012. (red/ld) Die EEG-Umlage vermiest die Weihnachtsstimmung. Zum Jahreswechsel steigt sie auf 5,28 Cent pro Kilowattstunnde. Damit bezahlen die Verbraucher ihren Anteil am Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Stromproduzenten geben diese Erh√∂hung gerne an ihre Kunden weiter, im Gegensatz zu den derzeitigen Preisentwicklungen am Strommarkt. Die bleiben ihnen aber auch treu. Trotz der Liberalisierung des Energiemarkts 1999 und vielen Konkurrenten am Strommarkt haben nur wenige Haushalte den Anbieter gewechselt. Dadurch l√§sst sich bares Geld sparen. Worauf man dabei achten muss, verr√§t Eckhart Benner von der Verbraucherzentrale Baden-W√ľrttemberg.

Strom wird teurer, aber nur wenige wechseln ihren Anbieter. Foto: Wikipedia, MdE, CC-BY-SA 3.0

Interview Lydia Dartsch:

Die Strompreise steigen jedes Jahr. Jetzt haben 614 Stromanbieter angek√ľndigt, ihre Preise erneut anzuheben. Gibt es einen Unterschied zwischen kleinen Anbietern oder gro√üen Konzernen?

Eckhard Benner: Ein Unterschied ist nicht zu erkennen. Sowohl kleine als auch große Stromversorger erhöhen die Strompreise.

In den Medien wird berichtet, der Strompreis steige auf √ľber 30 Cent pro Kilowattstunde. Ist das so?¬†¬†

Benner: Ob die Preise irgendwann auf 30 Cent pro Kilowattstunde steigen werden ist im Moment reine Spekulation. Mit solchen Zahlen sollen wohl eher die Verbraucher f√ľr weitere Preissteigerungen weichgekocht werden.

Wie hoch sind die Strompreise im Moment? 

Benner: im Durchschnitt etwa zwischen 24 und 25 Cent pro Kilowattstunde. Ab 2013 liegt er etwa bei 26-27 Cent.

„Man kann der Preiserh√∂hung kaum entgehen.“

Kann man der Preiserhöhung mit einem Wechsel entgehen? 

Benner: Richtig entgehen kann man ihr derzeit kaum. Mit dem Wechsel wird man zu einem Energieversorger wechseln, dessen Preiserhöhung noch nicht so hoch ausfällt, wie bei anderen.

Worauf sollte man beim Wechseln achten? 

Benner: Man sollte keine Vorkasse leisten und keine Strompakete kaufen.¬†Vertr√§ge mit Vorkasse bergen die Gefahr, dass bei einer Insolvenz des Stromversorgers der schon bezahlte Betrag verloren ist und man f√ľr den noch ben√∂tigten Strom ein zweites Mal bezahlen muss.¬†Strompakete lohnen nur dann, wenn der Verbrauch exakt der gekauften Strommenge entspricht. Andernfalls zahlt man f√ľr nicht ben√∂tigten Strom oder muss noch ben√∂tigten Strom teuer zukaufen.

Wie lang sollte denn der neue Vertrag laufen?

Benner: Je k√ľrzer die Vertragsbindung, umso flexibler ist der Stromkunde. Empfehlenswert sind Vertrags¬≠laufzeiten von nicht mehr als einem Jahr, damit man relativ schnell auf aktuelle Preisentwicklungen reagieren und eventuell zu einem neuen Anbieter oder in einen anderen Tarif wechseln kann. Die K√ľndigungsfrist sollte nicht mehr als einen Monat betragen.

Und was ist mit der Preisgarantie, die manche anbieten?

Benner: Die Preisgarantie sollte √ľber die gesamte Laufzeit, ein Jahr, gelten. Nicht immer gew√§hren Stromanbieter eine Preisgarantie √ľber die gesamte Laufzeit des Vertrages, auch wenn sie diese anpreisen.

Man sitzt nicht im Dunkeln

Wie funktioniert der Wechsel? 

Benner: In der Regel dadurch, dass man den neuen Versorger mit dem Wechsel zum gew√ľnschten Termin beauftragt.¬†Dies geht auch per Postkarte. Dem neuen Versorger sind¬†dabei Z√§hlerst√§nde und Z√§hlernummer mitzuteilen.¬†Grunds√§tzlich sind dabei K√ľndigungsfristen und Vertragslaufzeiten zu beachten . Bei Preiserh√∂hungen haben Verbraucher in der Regel ein Sonderk√ľndigungsrecht zum Termin der Preiserh√∂hung. Stromkosten kann man aber oftmals schon senken, wenn man bei seinem derzeitigen Energieversorger in einen g√ľnstigeren Tarif wechselt – insbesondere wenn man noch einen so genannten Grundversorgungstarif besitzt.

Eckhard Benner ist Referent f√ľr Verbraucherpolitik in der Verbraucherzentrale Baden-W√ľrttemberg, Foto: Verbraucherzentrale

Eckhard Benner ist Referent f√ľr Verbraucherpolitik in der Verbraucherzentrale Baden-W√ľrttemberg, Foto: Verbraucherzentrale

Was k√∂nnte zu Problemen f√ľhren?¬†

Benner: In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass nicht jeder Stromversorger¬†die Kapazit√§t hat, den Anbieterwechsel auch termingerecht auszuf√ľhren. Auch kommt es vor, dass der alte Versorger die zuviel gezahlten Abschlagsbetr√§ge einbeh√§lt. Bei solchen Problemen kann man sich an die Verbraucherzentrale wenden.

Was passiert, wenn der neue Stromversorger den Wechsel nicht rechtzeitig ausf√ľhren kann? Sitzt man dann im Dunkeln?

Benner: Nein, man sitzt nicht im Dunkeln. Der Stromversorger vor Ort, meist das Stadtwerk, hat die gesetzliche Pflicht, die Stromversorgung zu gew√§hrleisten –¬†als so genannte Ersatzversorgung.¬†Man zahlt aber dann einen h√∂heren Strompreis.

√Ėkostrom ist nicht unbedingt √∂ko.

Ist √Ėkostrom automatisch teurer als konventioneller?¬†

Benner: Nein.¬†Insbesondere Grundversorgungstarife k√∂nnen teurer sein als „√Ėkostrom-Tarife“

Sie scheinen da so skeptisch. Bekommt man denn tats√§chlich √Ėkostrom, wenn man den beziehen m√∂chte?¬†

Benner: Es gibt keine gesetzliche Festlegung, was genau unter „√Ėkostrom“ zu verstehen ist. Daher werden die unterschiedlichsten Angebote als „√Ėkostrom“ verkauft. Dies kann soweit gehen, dass „√Ėkostrom“ nur auf dem Papier, auf den RECS-Zertifikaten, steht.

Wie kann man bei der Auswahl des neuen Anbieters erkennen, ob der Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde? Worauf sollte man da achten?

Benner: Das¬†ist f√ľr den Verbraucher sehr schwierig.¬†Echter Umweltnutzen ensteht erst, wenn durch den „√Ėkotarif“ konventioneller Strom vom Markt verdr√§ngt wird und erneuerbare Energien ausgebaut werden. Die Stiftung Warentest hat dazu in Testheft 2 aus diesem Jahr eine Untersuchung durchgef√ľhrt.

Stromfresser abschalten

Abgesehen von einem Wechsel: Wie kann man im Haushalt oder beim Kauf von Geräten Strom sparen? Wie erkennt man Stromfresser? 

Benner: Standby ausschalten,¬†eine alte Heizungspumpe¬†durch eine neue effiziente ersetzen. Alte Elektroger√§te wie K√ľhlschank und Waschmaschine verbrauchenviel Strom, im Vergleich zu neuen Ger√§ten der h√∂chsten Effizienzklasse (A++). Die gibt bei neuen Ger√§ten den Stromverbrauch an und m√ľssen bei Haushaltsger√§ten angegeben werden. Um Stromfresser im eigenen Haushalt zu kennen, ist es ratsam den Stromverbrauch einzelner Ger√§te zu messen.

Wie misst man den Stromverbrauch von Geräten im Haushalt?

Benner: Dazu kann man sich ein Strommessgerät ausleihen, etwa bei der Verbraucherzentrale oder einer regionalen Energieagentur. Diese Messgerät schließt man an das Elektorgerät an, dessen Verbrauch man erheben möchte.

Lebensmittel-Reste-Verwertung einmal anders

‚ÄúBeste Reste‚ÄĚ-App gegen Verschwendung

Die Smartphone-App „Beste Reste“ soll dabei helfen, Lebensmittel nicht einfach wegzuwerfen.

 

Rhein-Neckar, 06. Dezember 2012. (red/aw) Deutschland geht zu verschwenderisch mit Lebensmitteln um. Im Rahmen der Initiative ‚ÄúZu gut f√ľr die Tonne‚ÄĚ des Verbraucherschutzministeriums soll mit Hilfe einer kostenlosen Smartphone-App die Wegwerf-Mentalit√§t nachhaltig beeinflusst werden.

Von Alexandra Weichbrodt

Was bei einem einzelnen Haushalt noch nicht auffallen mag, summiert sich in der Masse: Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland j√§hrlich auf dem M√ľll. Das sind im Durchschnitt etwa 82 Kilogramm pro Bundesb√ľrger. Besonders schlimm ist dabei die Tatsache, dass eine Vielzahl der weggeworfenen Lebensmittel eigentlich noch genie√übar w√§re und nur seinen Weg in den Biom√ľll antritt, weil der Konsument schlecht gehaushaltet hat.

50 Spitzenk√∂che und Verbraucherministerin Ilse Aigner wollen das √§ndern – mittels einer App f√ľr das Smartphone. Die Einkaufs-App ‚ÄúBeste Reste‚ÄĚ soll der Verschwendung ein Ende bereiten.

Lebensmittelreste lassen sich in der K√ľche nicht immer vermeiden. Mit etwas Phantasie und Freude am Kochen kann aber aus Resten etwas Leckeres gezaubert werden,

gibt Ilse Aigner, Bundesministerin f√ľr Ern√§hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, bei der Vorstellung der neuen App zu bedenken.

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg.

Die neue App bietet u.a. eine Art interaktiven Einkaufszettel, der dabei helfen soll die passenden Einkaufsmengen zu bestimmen. Denn g√ľnstige Gro√üpackungen oder Sonderangebote im Supermarkt verleiten uns immer wieder zu √ľbertriebenen Eink√§ufen. Nicht selten jedoch, entpuppt sich das vermeintliche Schn√§ppchen als ‚ÄěFall f√ľr die Tonne‚Äú.

Die App wird zudem durch ein Lexikon mit n√ľtzlichen Tipps zur richtigen Lagerung und Haltbarkeit der verschiedenen Lebensmittel erg√§nzt. Als Extra erh√§lt der Smartphone-Besitzer au√üerdem √ľber 50 ‚ÄúBeste Reste-Rezepte‚Äú von Deutschlands Spitzenk√∂chen, wie Sarah Wiener und Johan Lafer.

Die „Beste Reste“-App bietet neben leckeren Rezepten auch viele Informationen und Hinweise zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln.

 

Reste-Verwertung per Smartphone.

Es ist Sonntag und im K√ľhlschrank herrscht g√§hnende Leere. Im Magen leider auch. Die wenigen Reste, die noch zu finden sind, ergeben auf den ersten Blick kein sehr ausgewogenes Men√ľ. Hier ist Kreativit√§t gefragt. Oder aber die neue App.

Bevor es also an den Herd geht, lohnt sich der Blick auf das Smartphone. Die ‚ÄúBeste Reste‚ÄĚ App fragt zun√§chst nach den √ľbrig gebliebenen Lebensmitteln. Von A wie Auberginen bis Z wie Zucchini k√∂nnen die vorhandenen Zutaten ausgew√§hlt werden.

Danach schlägt die App (im Optimalfall) gleich mehrere passende Rezepte vor. Das ausgewählte Rezept kann der Nutzer jetzt noch an die benötigte Menge bzw. die Anzahl der hungrigen Personen anpassen.

Von Klassikern bis hin zur kreativen Gourmetk√ľche ist alles dabei. Regelm√§√üig kommen neue Rezepte hinzu. Die App l√§sst sich einfach aktualisieren. Die Nutzer haben au√üerdem die M√∂glichkeit ihre eigenen Reste-Rezepte vorzuschlagen.

Die Idee ist gut, aber ausbaufähig.

Leider zeigt der Praxis-Test, dass viele der vorgeschlagenen Rezeptideen nicht immer deckungsgleich mit den eingegebenen Zutaten sind. Viele Vorschl√§ge w√ľrden sich nur durch Zukauf weiterer Lebensmittel zubereiten lassen. Es m√ľssen also schon einige Reste anfallen, um ausschlie√ülich davon eine schmackhafte Mahlzeit zaubern zu k√∂nnen.

Viel eher, kann sich der Nutzer vor dem Einkauf √ľber m√∂gliche Verwendungsm√∂glichkeiten noch vorhandener Lebensmittelreste informieren und seinen Einkaufszettel darauf abstimmen. So l√§sst sich das Wegwerfen zumindest einschr√§nken. Ganz ohne Bio-M√ľll kommt man aber auch nicht mit der „Beste Reste“-App aus.

Info:
Die kostenlose App ist f√ľr iOS ab der Version 4.1 f√ľr iPhone, iPad und iPod touch im App Store sowie f√ľr Android-Ger√§te im Google Play Store erh√§ltlich. Allerdings verwirrt die Namensgebung: Im AppStore hei√üt die App ‚ÄěZu gut f√ľr die Tonne‚Äú, auf dem iPad ‚ÄěBeste Reste‚Äú.

Anwender ohne Smartphone k√∂nnen auf die Tipps sowie die wachsende Datenbank mit derzeit 242 Rezepten √ľber www.zugutfuerdietonne.de zugreifen.

Interview: Am 30. November ist Stichtag

Wann lohnt sich der KFZ-Versicherungswechsel?

Rhein-Neckar, 22. November 2012. (ld/red) Noch gut eine Woche, dann ist die letzte Chance für den Wechsel der KFZ-Versicherung in diesem Jahr vorbei. Vergleichen lohnt sich, aber man muss auch wissen, was man will. Worauf Autofahrer besonders achten sollten, haben das Rheinneckarblog Michael Sittig gefragt. Er ist Redakteur bei der Zeitschrift Finanztest.

Interview: Lydia Dartsch

Herr Sittig, am 30. November ist Stichtag. Wer seine Kfz-Versicherung wechseln will, muss bis dahin gekündigt haben. Für wen lohnt sich ein Wechsel?

Michael Sittig: Ein Wechsel kommt vor allem für diejenigen in Betracht, die etwas sparen können, oder bei einem anderen Anbieter mehr Leistungen bekommen. Das muss man immer am Einzelfall prüfen. Übrigens gilt der Stichtag 30. November nicht, wenn es eine Beitragserhöhung gibt. Dann hat man ein Sonderkündigungsrecht von einem Monat.

Wechseln ist problemlos möglich.

Sind die Versicherten eher träge oder rege was das Wechseln angeht?

Sittig: In der Regel werden Autoversicherungen recht häufig gewechselt. Darauf sind die Anbieter auch eingestellt, so dass der Wechsel auch problemlos geht.

Welche Leistungen sind denn besonders wichtig? Worauf sollte man beim Vergleich achten?

Sittig: In der Haftpflicht gibt es ja keine Leistungsunterschiede. Die gibt es vor allem bei Teil- und Vollkasko. Da muss man sich überlegen, was man will. Beispielsweise decken manche Teilkaskoversicherungen nur Tierunfälle mit „Haarwild“ ab. Die greifen dann zwar bei Unfällen mit Rehen, aber nicht mit Wildschweinen. Andere kommen für Fahrzeugschäden auf, unabhängig von dem Tier, mit dem der Unfall passiert ist.

Und wie ist es mit der Vollkasko?

Sittig: Die Vollkasko sichert auch selbst verursachte Schäden am Wagen ab. Manche beziehen dabei auch grob fahrlässiges Verhalten mit ein, wenn der Unfall beispielsweise passiert ist, weil man über eine rote Ampel gefahren ist. Andere kommen für solche Schäden nur zum Teil oder gar nicht auf.

Was würden Sie raten?

Sittig: Wir raten dazu, auch den grob fahrlässigen Unfall abzusichern.

Wer seinem „Schrauber“ vertraut, lässt die Finger von der Werkstattbindung.

Viele Versicherungen bieten auch eine “Werkstattbindung” an, durch die die Tarife günstiger werden. Ist das ärgerlich oder sinnvoll?

Sittig: Wenn man nur sparen will, ist es sinnvoll. Meist gibts dafür 20 Prozent Rabatt. Es kommt auch darauf an, wie verfügbar die Werkstatt ist. Wenn man zum Beispiel in einem ländlichen Gebiet wohnt und seinen festen Schrauber hat, dem man vertraut, lässt man besser die Finger von der Werkstattbindung.

Welche Leistungen sind weniger wichtig?

Sittig: Es gibt diese Mallorca-Police, die dann greift, wenn der Schaden, den man im Ausland mit einem Mietwagen verursacht hat, den Versicherungsschutz übersteigt. Das kann zwar eine Rolle spielen. In den europäischen Ländern reicht der Schutz der Mietwagenversicherung aber in der Regel aus.

Was ist denn der „Rabattretter“, von dem gerade so viel die Rede ist?

Sittig: Der wird in den neuen Verträgen gerade abgeschafft. Der sorgte dafür, dass Autofahrer, die lange ohne Unfall unterwegs waren, also mit Schadensfreiheitsklasse 25 Prozent, nicht im Beitrag hochgestuft werden, wenn sie einen Unfall bauen. Im neuen Vertrag würde man dann den hochgestuften Beitrag zahlen. Da muss man dann prüfen, ob sich ein Wechsel lohnt.

Vollkasko für neue Autos – bei anderen individuell prüfen.

Nach welchen Maßstäben sollte mein eine Teil- und/oder Vollkasko wählen?

Sittig: Da gibt es leider keine eindeutige Antwort. Bei einem neuen Auto würde ich immer eine Vollkasko empfehlen. Ansonsten sollte man sich die Frage stellen, ob man es finanziell verkraften kann, wenn das Auto durch eigenes Verschulden zerstört würde. Wenn nicht, dann lieber Vollkasko. Eine Teilkasko sichert auch Diebstähle ab. Das sollte man unabhängig vom Alter des Autos machen. Denn auch alte Autos werden gestohlen.

Über die Höhe der Selbstbeteiligung kann man die Tarife auch beeinflussen. Wie wählt man diese sinnvoll aus?

Sittig: Wir empfehlen einen Selbstbehalt von 150 Euro bei Teilkasko und 300 Euro bei Vollkasko. Ohne Selbstbehalt werden die Beiträge zu teuer.

Gibt es Gründe, warum man nicht in einen auf den ersten Blick billigeren Tarif wechseln sollte?

Sittig: Das eine wäre, dass es sich mit dem Rabattschutz nicht lohnt, weil der ja wegfällt. Der andere Grund, der oft genannt wird, ist der erwartete Aufwand, wobei der Versicherungswechsel in der Regel ganz problemlos läuft.

Unabhängiger Check für 16 Euro kann sich lohnen.

Finanztest bietet die Versicherungstests im Internet gegen Gebühr an. Wie viele Interessenten rufen das ab?

Sittig: Das machen schon ein paar Tausend Nutzer. Bei uns kostet das 16 Euro.

Aber es gibt ja auch kostenlose Vergleichsportale.

Michael Sittig ist Redakteur der Zeitschrift "Finanztest".

Michael Sittig ist Redakteur der Zeitschrift „Finanztest“.

Sittig: Die kostenlosen Vergleichsportale werden mit den Provisionen der Versicherungsanbieter bezahlt, wenn der Kunde einen neuen Vertrag unterschreibt. Wir sind unabhängig.

Wie viel Zeit benötigt man etwa, um sich zu den Tarifen kundig zu machen?

Sittig: Wenn man nur eine Haftpflicht braucht, schaut man einfach auf den Preis. Bei Voll- und Teilkasko muss man sich vorher Gedanken machen, was man will und prüfen, ob die Tarife das auch bieten. Da sollte man sich schon eine Stunde dafür Zeit nehmen.

Muss die Kündigung der alten Versicherung per Brief oder Fax erfolgen oder reicht auch eine Email?

Sittig: In der Regel reicht dafür ein Fax oder ein Brief aus. Direktversicherer akzeptieren meistens auch email. Am besten kann man das testen, indem man die Kündigung per email probiert und in der email um eine Bestätigung bittet.