Donnerstag, 21. September 2017

Unklare Zukunft der Schlecker-M├Ąrkte

For you. Vor Ort. Vorbei?

Wie lange gibt es den Schleckermarkt vor Ort noch? Wie viele verlieren Ihre Arbeitspl├Ątze? Was, wenn es nur noch einen Versorgen im Ort gibt? Viele Fragen - keine Antworten.

 

Rhein-Neckar, 24. Januar 2012 (red/jt) Nach Bekanntwerden der Insolvenz der Drogeriekette Schlecker herrscht gro├če Unsicherheit – bei Mitarbeitern und bei Kunden. Welche Filialen bleiben bestehen, wo gibt es Schlie├čungen, wer verliert seinen Job? Auch die Metropolregion Rhein-Neckar ist betroffen.

Die Schlecker-Pleite kostet deutschlandweit vermutlich 30.000 Menschen ihren Arbeitsplatz. Viele davon auch in der Region Rhein-Neckar. Im benachbarten Neckar-Odenwald-Kreis hat das Filialsterben bereits angefangen. Die Filiale in Seckach hat laut Rhein-Neckar-Zeitung bereits zum 24. Dezember 2011 ihre T├╝ren geschlossen. Auch die Filialen Buchen, Osterburken und H├Âpfingen wurden bereits 2011 dicht gemacht.

In der Metropolregion Rhein-Neckar gibt es ebenfalls erste Opfer unter den Filialen. In Ilvesheim schlie├čt man zum 08. Februar die T├╝ren. Die Regale sind schon gro├čenteils leer ger├Ąumt.

Ungewiss ist die Zukunft der dortigen Mitarbeiter. „Vermutlich werden wir zun├Ąchst Krankheitsvertretung in den Nachbarfilialen machen“, sagt uns eine Mitarbeiterin. Erfahren habe man von der Schlie├čung ├╝brigens erst vor einer Woche.

Um uns ein genaueres Bild von der Lage vor Ort machen zu k├Ânnen, haben wir auch die Filialen in Edingen-Neckarhausen, Heddesheim und Ladenburg pers├Ânlich besucht.

Presse nicht erw├╝nscht

In Ladenburg verweist man mich direkt an die Filialleiterin. Die Dame ist um die 50 Jahre alt. Sie r├Ąumt gerade Regale ein. Fragen m├Âchte sie keine beantworten. Die anderen Mitarbeiter sehen verstohlen zu uns her├╝ber. Antworten gibt es hier keine, bis auch diese: „Die Presse ist hier nicht erw├╝nscht.“

Klare Auskunft in Ladenburg:

 

├ähnlich die Reaktion in Heddesheim. Auch dort verweist man an die Filialleitung. Antworten? Fehlanzeige. Die Nummer der Pressesprecherin k├Ânne man uns geben. Diese Auskunft gibt es zwischen T├╝r und Angel. Von einem Fax oder Brief schreibt die Filialleiterin die Nummer ab. Dazu kommt sie nicht mal aus ihrem B├╝ro hervor. Sie reicht einen kleinen Zettel mit einer Handynummer darauf. Selbst der Name der Ansprechperson fehlt.

Auf die Nachfrage, ob man denn schon etwas zum Schicksal der Filiale wei├č, verweist man mich mit einem L├Ącheln und Augenzwinkern an die Pressestelle. „Netter Versuch!“, soll das wohl hei├čen.

Verunsicherte Kunden

In Edingen-Neckarhausen antwortet mir ein Mitarbeiter. Die Filialleitung l├Ąsst sich nicht blicken. Der Mitarbeiter scheint besorgt. Von der Insolvenz habe man durch die Firmenleitung erfahren, ungef├Ąhr zur gleichen Zeit als es auch in den Medien bekannt wurde. Viele Kunden seien verunsichert, w├╝rden nachfragen, ob die Filiale erhalten bleibt.

Der Ilvesheimer Markt wird schlie├čen - wann ist noch unklar.

 

Von der Schlie├čung in Ilvesheim wei├č man hier bereits. Wenn die Presse positiv berichtet, k├Ânnte das vielleicht helfen. Eine diffuse Hoffnung. Tatsache ist, neben dem Edeka-Markt ist die Schleckerfiliale die einzige Einkaufsm├Âglichkeit am Ort. Im Ortsteil Neckarhausen wurde der dortige Drogeriemarkt schon vor einiger Zeit geschlossen.

Ein Passant erz├Ąhlt uns, die Filiale sei so etwas wie ein Tante Emma Laden.

Das ist das einzige Gesch├Ąft direkt hier im Ortskern!

Viele ├Ąltere Menschen wohnen in Edingen, der Weg zum Industriegebiet ist f├╝r sie zu weit und zu beschwerlich. Als wir ein Bild der Filiale machen, witzelt ein weiterer Passant:

„Sie machen wohl das letzte Bild, was?“

Keine Informationen durch die Pressestelle

Zur├╝ck in der Redaktion versuchen wir die Pressestelle zu erreichen. Der Anruf unter der uns mitgeteilten Telefonnummer bleibt erfolglos. Wie zu erwarten. Per email fragen wir erneut nach.

Bitte haben Sie Verst├Ąndnis, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagen ├╝ber einzelne M├Ąrkte, St├Ądte oder Regionen treffen k├Ânnen.

Das ist der Informationsgehalt der erhaltenen Antwort. Einen Namen des Pressesprechers sucht man hier ├╝brigens vergebens. Die Mail ist lediglich mit „Pressestelle Schlecker“ unterzeichnet.

 

Deutschlandweite Kritik

Das Thema „Schlecker“ ist zur Zeit fast ├╝berall zu finden. Die Unternehmerfamilie Schlecker steht stark in der Kritik. Auch Trigema-Chef Wolfgang Grupp geht hart mit Anton Schlecker ins Gericht.

Gegen├╝ber der „WirtschaftWoche“ ├Ąusserte er, Schlecker habe das Geld, das er mithilfe seiner Besch├Ąftigten verdient habe, f├╝r sich behalten. Weiter kritisierte er:

Hier werden diejenigen belohnt, die dem Gr├Â├čenwahn und der Gier fr├Ânen, w├Ąhrend die Anst├Ąndigen die Dummen sind.

Laut Informationen der Financial Times Deutschland (FTD) soll nun eine sogenannte Planinsolvenz in die Tat umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung. Das Unternehmen legt dem Insolvenzrichter dabei ein Sanierungskonzept vor, mit dem es entschuldet werden soll.

Die Familie Schlecker k├Ânnte so Eigent├╝mer der Kette bleiben. Wichtig dabei ist: Der Insolvenzverwalter ├╝bernimmt nur die Aufsicht bei einem solchen Verfahren. Die Gesch├Ąftsf├╝hrung bleibt weiter im Amt.

Danach w├╝rde auch die Gesch├Ąftsf├╝hrung Pl├Ąne vorlegen wie es mit Filialschlie├čungen, Stellenabbau und Kostensenkungen weitergeht, nicht der Insolvenzverwalter.

Auf der Facebook-Seite des Unternehmens kommentiert eine Nutzerin das angek├╝ndigte Planinsolvenzverfahren wie folgt:

Das rettet unsere Arbeitspl├Ątze auch nicht mehr. Danke Anton.

Laut Spiegel geht es aber nicht nur um die Arbeitspl├Ątze, auch die Geh├Ąlter sind in Gefahr. Mit einer Planinsolvenz kann das Unternehmen auch die bestehenden Tarifvertr├Ąge mit ver.di ausserplanm├Ąssig k├╝ndigen. Schlecker w├Ąre sonst bis Juni an einen Besch├Ąftigungssicherungs-Tarifvertrag gebunden gewesen, der Entlassungen nicht m├Âglich macht.

Seit 2010 waren die Kinder von Firmengr├╝nder Anton Schlecker f├╝r eine Neuausrichtung des Unternehmens zust├Ąndig.

Sie versprachen mehr Offenheit – umgesetzt wurde die aber nicht. Das zeigen solche versteckten Schachz├╝ge im Insolvenzverfahren ebenso, wie der mangelhafte Umgang mit Presse und ├ľffentlichkeit.

Kundenn├Ąhe und unternehmerische Verantwortung f├╝r die Mitarbeiter geht anders.

23. bis 29. Januar 2012

Diese Woche: Tipps und Termine

Tipps und Termine f├╝r den 23. bis 29. Januar 2012. Jeden Montag erscheinen unsere Veranstaltungstipps f├╝r die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktm├Âglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Termine finden Sie ins unseren Kalendern f├╝r Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Viernheim, Weinheim und Rhein-Neckar.

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Mittwoch, 25. Januar 2012, 20:00 Uhr, B├╝rgerhaus Heddesheim

Bernhard Bettermann.

Heddesheim. Am Mittwoch, den 25. Januar, ist im Heddesheimer B├╝rgerhaus die Theater-Kom├Âdie „Sein oder Nichtsein“ von Nick Whitby, nach dem Film
ÔÇ×To Be or Not to BeÔÇť von Ernst Lubitsch mit Isabella H├╝bner, Bernhard Bettermann, Sarah-Jane Janson u.a. zu sehen.

1939 bei der Auff├╝hrung von ÔÇ×HamletÔÇť in Warschau verliebt sich der jungen Fliegerleutnant Sobinsky in die Schauspielerin Maria Tura. Der 2. Weltkrieg bricht aus und Warschau wird bombardiert. Der junge Fliegerleutnant kommt nach England und will dem polnischen Professor Silewski, der in das besetzte Warschau reist, eine Nachricht f├╝r seine Maria mitgeben. Aber dieser kennt die ber├╝hmteste Schauspielerin Warschaus ├╝berhaut nicht. Es wird klar, er ist ein Doppelagent! Sobinsky reist ebenfalls nach Warschau. Die Schauspieler schl├╝pfen in die Rollen der deutschen Besatzer und es beginnt eine Verwechslungskom├Âdie voller Wort- und Spielwitz.

Karten: Verkauf von Einzelkarten f├╝r alle Veranstaltungen nur im Rathaus Heddesheim ÔÇô B├╝rgerservice, Tel. (06203) 101-200.
Ort:
Unterdorfstr. 2, Heddesheim.

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"Original USA Gospel Singers" & Band. Szenenfoto.

Mittwoch, 25. Januar 2012, 20:00 Uhr, Stadthalle Weinheim

Weinheim. Die Kulturgemeinde zeigt in der Stadthalle die Gospelshow „Oh, Happy Day!“ mit den „Original USA Gospel Singers“ & Band.

Emotionalit├Ąt, Religiosit├Ąt und pure Lebensfreude vermitteln die Original USA Gospel Singers & Band, die ein ungeheuer intensives, temporeiches Programm bieten: Fetzige Rhythmen wechseln mit gef├╝hlvollen Balladen, Ensemblenummern folgen Soli ÔÇô eine brodelnde Gischt enthusiastischer Musik, eingetaucht in ein farbenfrohes Lichterspektrum. Die afro-amerikanische Gospelgruppe mit Live-Band und gro├čer Licht- und B├╝hnenshow bringt das urspr├╝ngliche Gef├╝hl der schwarzen Gospelkultur authentisch nahe und erz├Ąhlt deren Geschichte. Von der Entstehung bis zur heutigen Zeit, von Mahalia Jackson bis James Cleveland, vom Einfluss der Karibik bis zur Weihnachtsgeschichte. Das gro├čartige Gesangsensemble zelebriert eine mitrei├čende Feier des Lebens, schnell springen die Funken ├╝ber, intensive Emotionen werden geweckt, fast immer h├Ąlt es die Besucher nicht mehr auf den Sitzen. Ein gef├╝hlsbetonter Abend, eine spirituelle Reise voller Lebensfreude.

Ort: Stadthalle Weinheim, Birkenauertalstr. 1, Weinheim.
Karten:
Gesch├Ąftsstelle der Kulturgemeinde Weinheim, Stadthalle, Telefon: 06201 / 12282, Telefax: 06201 / 185288, eMail: theater@kulturgemeinde.de. Die Kasse (Tel. 06201/12282) ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn ge├Âffnet. Dort erfolgt nur der Verkauf zur jeweiligen Vorstellung.

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Catherine Le Ray.

Mittwoch, 25. Januar 2012, 20:00 Uhr, Olympia-Kino

Hirschberg. Unter dem Titel ÔÇ×Es war einmal ein schwarzes KlavierÔÇť singt Catherine Le Ray Chansons von Barbara.

Catherine Le Ray, Grande Dame des Chansons, widmet dieses Programm der franz├Âsischen S├Ąngerin Barbara, die in den 60er Jahren in Frankreich Kultstatus erlangte und auf eine Ebene mit Piaf und Greco gestellt wird. Barbara schrieb unter anderem den Erfolgstitel ÔÇ×G├ÂttingenÔÇť, der viel zur Vers├Âhnung zwischen Deutschland und Frankreich beitrug. Catherine Le Ray interpretiert ihre Lieder in beiden Sprachen, stellt aber auch die bewegte Biographie Barbaras vor, die mit b├╝rgerlichem Namen Monique Serf hie├č und j├╝discher Abstammung war. Begleitet wird Catherine Le Ray vom Pariser Jazz-Pianisten Philippe Mira.

Die Augsburger Zeitung schreibt : ÔÇ×Catherine Le Ray war strahlend, witzig, flott und kokett ÔÇô und lie├č daneben immer wieder die Verzweiflung der K├╝nstlerin ahnen, mit einer Stimme, die ┬źMusik der Seele┬╗ sein darf. Auch Philippe Miras Spiel am Klavier war ein Genuss.ÔÇť

Ort: Olympia-Kino, H├Âlderlinstr. 2, 69493 Hirschberg-Leutershausen.
Eintritt:
15 Euro / F├Ârderkreismitglieder 13 Euro. Vorverkauf : Postagentur Leutershausen (Tel. 06201/590028), Schreibwaren Schuhmann in Gro├čsachsen (Tel. 06201/53012), Opus in Schriesheim (Tel. 06203/937684). Reservierungen: foerderkreis@olympia-leutershausen.de oder Tel. 06201 – 53600.

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Puppenb├╝hne Piccobello.

Donnerstag, 26. Januar 2012, 16:00 Uhr, Stadtbibliothek Weinheim

Weinheim. Puppenb├╝hne Piccobello gastiert am Donnerstag 26.Januar 16:00 Uhr in der Stadtbibliothek Weinheim mit der Geschichte „Neues von Leo dem L├Âwen“. Das St├╝ck dauert etwa 50 Minuten und ist geeignet f├╝r Kinder ab zwei Jahren.

Inhalt des St├╝cks: Es ist ein sch├Âner Tag in Kaspershausen, die Sonne scheint, die V├Âgel zwitschern. Doch als Kasper vom Wachtmeister Dimpfelmoser erf├Ąhrt, dass der Wanderzirkus seinen L├Âwen im Ort vergessen hat, ist guter Rat teuer. Jetzt ist Kasper auf die Hilfe der Kinder angewiesen.

Karten gibt es nur am Tag der Veranstaltung direkt an der Theaterkasse.

Ort: Luisenstra├če 1, Weinheim.
Eintritt: 6 Euro, mit Gutschein pro Person 5 Euro, Gutscheine sind in den Kinderg├Ąrten erh├Ąltlich.

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"Im Himmel unter der Erde".

Freitag, 27. Januar 2012, 20:15 Uhr, Olympia-Kino

Hirschberg. Das Olympia-Kino zeigt den Film: „Im Himmel, ├╝ber der Erde“.

Im Norden Berlins, versteckt in einem Wohngebiet, umgeben von Mauern und bedeckt von einem Urwald aus B├Ąumen, Rhododendron und Efeu liegt der J├╝dische Friedhof Wei├čensee. Er wurde 1880 angelegt, ist 42 Hektar gro├č, hat derzeit 115.000 Grabstellen und immer noch wird auf ihm bestattet. Weder der Friedhof noch sein Archiv sind je zerst├Ârt worden ÔÇô ein Paradies f├╝r Geschichten-Sammler.

Britta Wauer und ihr Kameramann Kaspar K├Âpke waren f├╝r ÔÇ×Im Himmel, unter der ErdeÔÇť immer wieder auf dem J├╝dischen Friedhof und haben einen h├Âchst lebendigen Ort vorgefunden. Menschen aus aller Welt kommen dort hin und k├Ânnen von j├╝discher, Berliner und zugleich deutscher Geschichte erz├Ąhlen, von der dieser Ort erf├╝llt ist.

Eine weitere Vorstellung gibt es am Sonntag, 29. Januar 2012, 18:00 Uhr.

Zu den Veranstaltungen anl├Ąsslich des Auschwitz-Gedenktages, der am 27. Januar begangen wird, l├Ądt der Arbeitskreis Ehemalige Synagoge Leutershausen zusammen mit dem F├Ârderkreis Olympia-Kino ein.

Ort: Olympia-Kino, H├Âlderlinstr. 2, 69493 Hirschberg-Leutershausen.
Eintritt:
Reservierungen: foerderkreis@olympia-leutershausen.de oder Tel. 06201 – 53600.

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Dany Bober - Eine j├╝dische Zeitreise.

Samstag, 28. Januar 2012, 19:00 Uhr, Alte Synagoge

Hirschberg. Lied, Geschichte, j├╝dische Weisheiten – Eine j├╝dische Zeitreise mit Dany Bober in der Alten Synagoge.

Wie lebendig und modern j├╝dische Musikkultur sein kann, ohne jedoch Tradition und Geschichte aus dem Blick zu verlieren, zeigt Dany Bober. Mit Liedern, Geschichten und j├╝dische Weisheiten schickt er seine Zuh├Ârer auf eine j├╝dische Zeitreise. Ganz im Stil des ÔÇ×FeaturesÔÇť, eine Art k├╝nstlerisch gestaltete Dokumentation, die auf den Kleinkunstb├╝hnen zur Zeit der Weimarer Republik gro├če Beliebtheit erfahren hat, vermischt er verschiedene Elemente miteinander. In seinen Liedern thematisiert Dany Bober das babylonische Exil, die hellenistisch-r├Âmische Zeit, das mittelalter┬şliche Spanien und die jiddischen Volksweisen Osteuropas. Hierzu singt er mal auf jiddisch, mal in Frankfurter Mundart, vertont Psalme von K├Ânig David und Salomo oder erz├Ąhlt Anekdoten aus dem j├╝dischen Frankfurt und Berlin der vergangenen beiden Jahrhunderte.

Zu den Veranstaltungen anl├Ąsslich des Auschwitz-Gedenktages, der am 27. Januar begangen wird, l├Ądt der Arbeitskreis Ehemalige Synagoge Leutershausen zusammen mit der VHS Badische Bergstra├če ein.

Ort: Hauptstr. 27, 69493 Hirschberg.
Karten: Eintritt 10 Euro (Karten nur an der Abendkassen).

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Die kleine Hexe.

Sonntag, 29. Januar 2012, 14:30 Uhr, Kulturb├╝hne Alte Druckerei

Weinheim. Das Kinder- und Musiktheater „Schaubude“ zeigt am Sonntag, 29. Januar 2012, auf der Kulturb├╝hne Alte Druckerei „Die kleine Hexe“.

Die kleine Hexe ist erst 127 Jahre alt und will trotzdem schon mit den gro├čen Hexen mittanzen. Als sie erwischt wird, verdonnert sie die Oberhexe zu einer Hexenpr├╝fung. Innerhalb eines Jahres soll sie eine gute Hexe werden. Doch was ist ├╝berhaupt eine gute Hexe? Ihr Rabe Abraxas wei├č Rat. Gut ist nur, wer Gutes tut.

Ort: Friedrichstra├če 24, 69469 Weinheim.
Karten: Kinder 6 Euro, Erwachsene 8 Euro. Kartenshop DiesbachMedien: 06201-81345, E-Mail: kartenshop@diesbachmedien.de.

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Bis 04. Februar 2012, Karlstorbahnhof Heidelberg

10. Kabarett - und Kleinkunstfestival.

Heidelberg. Vom 21. Januar bis 4. Februar 2012, findet im Karlstorbahnhof Heidelberg „Carambolage“, das 10. Kabarett- und Kleinkunstfestival statt.

ÔÇ×CarambolageÔÇť steht f├╝r Kollisionen, f├╝r ein Aufeinandertreffen – und w├Ąhrend dieses Festivals trifft im Heidelberger Karlstorbahnhof so ziemlich alles aufeinander, was die Kleinkunst-Kabarett-Comedy-Sparte zu bieten hat: spannende Konzepte, gro├če Namen und ÔÇ×absolute BeginnerÔÇť.

Beste Unterhaltung mit Michael Quast, Tina Teubner, Gardi Hutter, Vince Ebert, Sebastian Puffpaff, Matthias Deutschmann, The Incredible Herrengedeck, Hagen Rether, Josef Hader und vielen anderen.

Das Programm findet man auf der Hompage.

Ort: Kulturhaus Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg.

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Mitmachausstellung in Speyer.

Bis 29. Januar 2012, Historisches Museum der Pfalz

Speyer. Trutzige Ritterburgen, geheimnisvolle Kl├Âster und die gigantische Dombaustelle, das sind Orte, die die jungen Besucher auf ihrer Reise ins Mittelalter im Jungen Museum aufsuchen.

Die Mitmachausstellung „Burg Drachenfels – Reisen ins Mittelalter“ f├╝r Kinder von 4 bis 12 Jahren bietet zahlreiche Erlebnisse zur mittelalterlichen Welt: Warum waren die mittelalterlichen K├Ânige stets auf Reisen? Wer war der ber├╝hmteste Gefangene auf Burg Trifels? Welche Erfindungen wurden in Kl├Âstern entwickelt? Wie baut man einen Dom? Welche Habseligkeiten gab es in einem Bauernhaus? Und wie ging es auf dem Markt einer mittelalterlichen Stadt zu?

In den lebendigen Inszenierungen mit vielen Spiel- und Mitmachm├Âglichkeiten geht es nicht nur spannend zu, sondern es wird auch noch mit Spa├č gelernt. Es gibt eine Burg, die gest├╝rmt werden kann und eine Dombaustelle, auf der die jungen Besucher sich als Baumeister erproben k├Ânnen.

Im Scriptorium stehen Feder und Tinte bereit und auf dem Marktplatz darf gehandelt und gefeilscht werden. Originale Alltagsgegenst├Ąnde erm├Âglichen den direkten Blick auf das Mittelalter. Repliken und anregende Spielvorschl├Ąge vermitteln anschaulich Aspekte der mittelalterlichen Lebenswelt.

Ort: Historisches Museum der Pfalz Speyer, Domplatz 4, Speyer.

Gabis Kolumne

„Irgendwann klemmt die Schublade.“

Rhein-Neckar, 23. Januar 2012. Manche Dinge sollten erledigt werden, und zwar m├Âglichst schnell. Andere m├Âchte man gerne bald wiederholen, aber man bekommt sie im Alltag kaum unter. Das mit der Regelm├Ą├čigkeit ist so eine Sache, denkt Gabi.

Wegen ├ťberf├╝llung geschlossen.

Ich habe ihm Flur eine Schublade, da fliegt alles rein, was noch sortiert und abgeheftet werden muss: Kontoausz├╝ge, ├╝berwiesene Rechnungen, Garantien und Zettel jeglicher Art. Und alle paar Monate geht wegen ├ťberf├╝llung gar nichts mehr, sprich die Schublade geht nicht mehr zu.

Das ist dann der Zeitpunkt, an dem ich meine Ablage machen muss. Habe ich es hinter mich gebracht, denke ich meist, das war doch gar nicht so schlimm, das sollte ich viel regelm├Ą├čiger machen.

Unter diese Rubrik f├Ąllt auch Keller aufr├Ąumen, Kleiderschrank aussortieren, Auto und Fenster putzen ÔÇŽ

Sind die Dinge erledigt, f├╝hlt man sich richtig gut, freut sich ob der getanen Arbeit und nimmt sich vor, so lange wird man es nie wieder liegen lassen.

Irgendwann klemmt die Schublade

Doch irgendwann klemmt die Schublade wieder und aus den Fenstern kann man kaum noch rausschauen.

R├ĄumÔÇÖ doch Deine Klamotten abends gleich weg, wenn du sie ausziehst, ermahne ich deswegen auch meine Tochter regelm├Ą├čig, denn schlie├člich soll sie es ja lernen.

Meine Gro├čmutter hatte ihren Haushalt noch gut organisiert, montags wurde gewaschen, dienstags demnach geb├╝gelt, mittwochs Staub gewischt und gesaugt, donnerstags das Bad geputzt und die B├Âden gewischt, freitags die Betten bezogen, samstags Kuchen gebacken und sonntags ausgeruht. Bei dieser Regelm├Ą├čigkeit blieb nichts liegen, es stapelte sich nichts, wie zum Beispiel meine B├╝gelw├Ąsche im Keller.

Ich wei├č noch, wenn ich als junge Frau bei meiner Gro├čmutter vorbeischaute und es war beispielsweise Montag, fragte sie: ÔÇ×Und Kind, hast du deine W├Ąsche schon gemacht?ÔÇť Es war f├╝r sie kaum nachvollziehbar, dass man in der ÔÇ×heutigenÔÇť Zeit noch so viel anderes zu tun hatte, erst in jungen Jahren Semesterarbeiten anfertigen, sp├Ąter dann mit Kindern in die Krabbelgruppen zu gehen und schlie├člich neben dem Haushalt noch zu arbeiten. Und dazu die ganzen Freizeitvergn├╝gen ÔÇô diesen Stress hatte meine Gro├čmutter nicht, aber einen gut aufger├Ąumten und ordentlichen Haushalt ÔÇô mit Regelm├Ą├čigkeit.

Szenenwechsel

K├╝rzlich war ich mit vier Freundinnen aus. Und wir waren nicht einfach nur im Kino oder was trinken, sondern wir waren auf einem Live-Konzert in einem Heidelberger Club. Es war laut, es war voll und es wurde sp├Ąt. Und es machte Spa├č. ÔÇ×Das sollten wir bald wieder mal machenÔÇť, sagte eine der Freundinnen.

Vergangene Woche waren wir mit Freunden im Theater ÔÇô es war ein wunderbarer Abend. ÔÇ×Das sollten wir bald wieder mal machenÔÇť, dachte ich.

Die Liste der Dinge, die ich gerne ÔÇ×bald wieder mal machen m├ÂchteÔÇť ist ebenso endlos wie die der Dinge, die ich bald wieder machen sollte.

Es ist das Treffen mit einer Freundin, die im Elsass wohnt, die Wanderung in der Pfalz, der Tag in einem Wellness-Bad, der Besuch einer Lesung oder Ausstellung ÔÇô die Reihe ist beliebig erweiterbar.

Und auch hier: Setzt man das Vorhaben in die Tat um, scheint es kaum nachvollziehbar, warum man damit so lange gewartet hat, warum man sich zwischen Job, Kinder, K├╝che keinen Freiraum schaffen konnte und warum man sich immer so einen Ruck geben muss.

Einfacher ist es mit Dinge, die sich wiederholen, der w├Âchentliche Sportkurs, das monatliche Treffen mit Freunden. Sobald es in unserem Zeitablauf fest verankert ist, quasi auf regelm├Ą├čiger Wiedervorlage, gelingt es sehr gut es in den Alltag zu integrieren.

So wissen meine Kinder und mein Mann, dass ich montags und freitags abends zum Sport gehe, dass ich mich einmal im Monat mit meinem Literasturkreis treffe und dass sonntagsabend der Tatort fest auf dem Programm steht.

Will ich an anderen Abenden einen Film schauen ÔÇô wir haben nur einen Fernsehen ÔÇô tritt das meist gro├če Diskussionen los, aber alle wissen ÔÇ×Mama schaut am Sonntagabend Tatort und da f├Ąhrt kein Zug dr├╝ber.ÔÇť

Das ist planbar.

Ausrei├čer aus dem Alltag

Aber sind es nicht die kleinen Ausrei├čer aus dem Alltag, die unser Leben w├╝rzen.

Und das Salz in der Suppe ist wohl, dass wir es eben nur selten tun und somit die Sehnsucht die Antriebskraft ist.

Bei den l├Ąstigen Dingen ist der Sieg ├╝ber den inneren Schubladen-Schweinehund die wahre Befriedigung.

W├╝rden wir alles regelm├Ą├čig erledigen, k├Ânnten wir dieses Gef├╝hl nicht genie├čen. Und w├╝rden die sch├Ânen Augenblicke des Lebens zur Regelm├Ą├čigkeit, ginge das Besondere verloren.

So k├Ąmpfe ich mit den Unannehmlichkeiten und sehne mich nach den Auszeiten, denn ich will alles h├Ąufiger, aber bitte nicht regelm├Ą├čig tun.

gabi

Das Hemsbachblog.de startet

Liebe Leserinnen und Leser!

Hemsbach, 21. Januar 2011. Die Stadt Hemsbach hat ab sofort ein neues Medium – das Hemsbachblog. Wir bauen unser Angebot kontinuierlich aus. Sie k├Ânnen daran mitwirken. Wer wir sind, was wir vorhaben und wie wir auf Sie z├Ąhlen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Von Hardy Prothmann

Wie die meisten Kommunen in Deutschland liegt auch Hemsbach in einem so genannten „Einzeitungskreis“. Das hei├čt, es gibt meist einen dominierenden Zeitungsmonopolisten vor Ort. Der bestimmt, was wann ├╝ber wen wie berichtet wird. Und auch, was nicht berichtet wird. Um sich eine ausgewogene Meinung bilden zu k├Ânnen, ist das ganz klar zu wenig.

Kritikfreudiger Journalismus

Wir bieten auf unseren „Blogs“ modernen, kritischen Journalismus. Der kann schneller sein als die Zeitung, hintergr├╝ndiger, umfassender und f├╝r die Leserinnen und Leser ist er kostenfrei. Kritisch hei├čt f├╝r uns: Neugierig sein, Fragen stellen, Antworten suchen.

Hardy Prothmann ist verantwortlich f├╝r das Hemsbachblog.de. Bild: sap

Als Redaktionsleiter zeichne ich verantwortlich f├╝r die Inhalte und darf mich vorstellen: Ich bin in der Pfalz aufgewachsen und lebe seit langem in der Kurpfalz – von 1990 bis 2005 habe ich in Mannheim meinen ersten Wohnsitz gehabt, aktuell in Heddesheim. Seit 1991 arbeite ich als Freier Journalist. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder.

Begonnen habe ich als freier Mitarbeiter f├╝r den Mannheimer Morgen, ab 1994 habe ich fast ausschlie├člich ├╝berregional f├╝r fast alle „gro├čen“ Medien gearbeitet. Darunter Die Zeit, S├╝ddeutsche, FAZ, taz, Spiegel, Fokus sowie f├╝r ARD H├Ârfunk und Fernsehen. Von 1997-2004 war ich Mitinhaber und Redakteur der Medienfachzeitschrift „CUT“, einem Magazin f├╝r Radio- und Fernsehmacher.

Hintergrundinformationen

Im Mai 2009 habe ich das Heddesheimblog gegr├╝ndet. Der Anlass: Ich war unzufrieden mit der vollkommen mangelhaften Jubelberichterstattung des Mannheimer Morgen ├╝ber ein in Heddesheim geplantes „Logistikzentrum“.

Ich habe meine eigenen Recherchen in einem „Blog“ online gestellt, um die B├╝rger mit Hintergrundinformationen zu versorgen, die nicht „in der Zeitung“ standen. Das Interesse war so gro├č, dass ich mich entschlossen habe, als Verleger und Journalist ein lokales Internetmedium zu gr├╝nden.

Ein „Blog“ ist eine spezielle Software zum Erstellen von Internetzeitungen. Wir h├Ątten unsere Angebote auch „Internetzeitung f├╝r…“ nennen k├Ânnen, haben aber bewusst eine Abgrenzung zur Zeitung gesucht. Eine Zeitung wird auf Papier gedruckt, bringt die Nachrichten von gestern oder vorgestern und ist durch ihr Format „begrenzt“.

Deutschlandweites Interesse

Dieses Projekt hat deutschlandweit f├╝r sehr gro├čes Interesse gesorgt. Mittlerweile gibt es mehrere Dutzend solcher Angebote, die sich klar am „Heddesheimblog“ orientiert haben und mit denen wir teils zusammenarbeiten.

Lange Zeit war das Logistikzentrum „Pfenning“ das Hauptthema beim Heddesheimblog. Nach und nach haben wir die lokale Berichterstattung ausgebaut. Ende 2009 kam das Hirschbergblog dazu, Anfang 2010 das Ladenburgblog, Ende 2010 das Weinheimblog, Anfang 2011 folgten das Rheinneckarblog und das Viernheimblog.

W├Ąhrend die „Ortsblogs“ Nachrichten und Informationen aus und ├╝ber die jeweilige Gemeinde ver├Âffentlichen, ist das Rheinneckarblog ein regionales Medium. Hier ver├Âffentlichen wir Themen aus einem Umkreis von rund 50 Kilometern.

„Wir“, das ist ein kleines Team von zur Zeit acht Mitarbeitern. ├ťber ein Netzwerk von lokaljournalistischen Internetangeboten erhalten wir auch Inhalte von Partnern aus ganz Deutschland (und teils aus dem Ausland), die wir „lokalisieren“, wenn diese in unser Berichtsgebiet passen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter istlokal.de.

Finanziert wird unser Angebot haupts├Ąchlich ├╝ber Anzeigen unserer Werbekunden. Dieses Gesch├Ąft entwickelt sich zusehends. Der Markt f├╝r Online-Werbung ist aber noch l├Ąngst nicht etabliert und muss ausgebaut werden. Erfreulicherweise verstehen aber immer mehr Partner, dass Online-Werbung effizienter und preiswerter ist als teure Printwerbung. Und auch „kleine“ Unternehmen haben hier die M├Âglichkeit beispielsweise mit Videos ihre Kunden zu erreichen.

Machen Sie mit

Es gibt schon lange einige „Fans“ unserer Blogs in Hemsbach, die immer wieder angefragt haben: „Wann kommt das Hemsbachblog?“ Die Antwort ist: Jetzt. Und zur Antwort geh├Ârt auch: Wir brauchen dazu Ihre Unterst├╝tzung.

Jede Gemeinde ist ein komplexes Gebilde und wir m├╝ssen uns redaktionell erst „einarbeiten“. Sie k├Ânnen uns dabei helfen, indem Sie uns mit Themen, Kontakten, Hintergr├╝nden, also mit Informationen versorgen. Rufen Sie in der Redaktion an oder mailen Sie uns.

Sie k├Ânnen auch gerne aktiv mitwirken und uns Texte, Bilder und Videos anbieten. Und Sie k├Ânnen auch langfristig als freie Mitarbeiter selbst journalistisch t├Ątig werden. Dabei ist eins wichtig: Wir berichten unabh├Ąngig und ├╝berparteilich. Wir berichten kritisch, aber gerne auch positiv.

Vereinen bieten wir in K├╝rze eine M├Âglichkeit, eigene Berichte bei uns kostenfrei online zu stellen. Der Vorteil ist gegenseitig: Wir k├Ânnen damit interessante Inhalte aus dem gesellschaftlichen Leben ver├Âffentlichen und die Vereine profitieren von der gro├čen Aufmerksamkeit, die unsere Blogs auf sich ziehen. Bei Google sind unsere Angebote auf den Top-Pl├Ątzen gelistet – das bef├Ârdert auch alle, ├╝ber die redaktionell bei uns berichtet wird.

F├╝r das neue Jahr 2012 w├╝nsche ich Ihnen von Herzen alles Gute.

Und nat├╝rlich w├╝nsche ich uns allen einen erfolgreichen Start f├╝r das Hemsbachblog.

In diesem Sinne

Herzlichst

Zollkriminalamt hebt Waffenlager bei Viernheimer Sportsch├╝tzen aus

Als hätte sich der Mann auf einen Krieg vorbereitet. Größert Waffen- und Munitionsfund durch das Zollriminalamt Frankfurt seit zehn Jahren bei einem Viernheimer Sportschützen.

 

Viernheim/Frankfurt/Rhein-Neckar, 25. Januar 2012.(red/pm/Fotos: Zollkriminalamt) Beamte der Zollfahndung Frankfurt am Main (ZFA Ffm) haben ein Waffenlager in Viernheim ausgehoben. Ein 46 Jahre alter Sportschütze hatte über Jahre hinweg 22 Waffen und über 60.000 Schuss Munition sowie Granaten „gesammelt“. Das Gewicht des Funds: Gut eine Tonne. Laut dem Frankfurter Zollkriminalamt ist der größte Waffenfund seit über zehn Jahren.

Von Hardy Prothmann

„Das haben wir tatsächlich nicht erwartet“, sagte Hans-Jürgen Schmidt, Sprecher des Zollkriminalamts auf Anfrage.

Die Ermittler hatten in der Wohnung eines 46-Jährigen zwei Maschinengewehre, neun Sturmgewehre (u.a.
Kalaschnikov), zwei Maschinenpistolen (Uzi, Scorpion), neun Kurzwaffen und 62.519 Schuss Munition, darüber hinaus 22 Nebel- und Farbgranaten, drei Übungs-Handgranaten und zehn Handgranatenzünder sichergestellt:

„Wenn Sie den Mann sehen, hätte Sie das nicht vermutet.“

Der 46-jährige Beschuldigte lebt mit seiner Ehefrau und dem minderjährigen Sohn in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses. Während die schussfähigen Waffen
vorschriftsmäßig in Waffenschränken und Tresoren untergebracht waren, befand sich das Maschinengewehr zerlegt im Schlafzimmerschrank:

„Der Mann hat eine, sagen wir mal, hohe Affinität zu Waffen. Vieles stammt aus den 90-er Jahren. Eine unmittelbare Gefährdung ging unserer Einschätzung nach nicht von ihm aus.“

Der Sportschütze ist nicht vorbestraft und war sofort geständig. Nach der vorläufigen Festnahme und einem Verhör wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt:

„Aus unserer Sicht besteht keine Fluchtgefahr.“

Die Fahnder waren durch vorangegangene Ermittlungen auf die Spur des Sportschützen gekommen. Er war Inhaber einer Waffenbesitzkarte und durfte lediglich legal drei
Pistolen, eine Langwaffe und zwei Wechselsysteme sowie die dazugehörige Patronenmunition besitzen.

 

Den Ermittlungen zufolge, hatte der Beschuldigte bereits zwischen 1989 und 2000 über 16.000 Schuss Munition bei einem Waffenhändler in der Schweiz erworben, ohne hierfür eine Genehmigung zu besitzen. Darüber hinaus bestand der Verdacht, von diesem Händler verschiedene Waffen gekauft und anschließend nach Deutschland geschmuggelt zu haben.

Die zuständige Staatsanwaltschaft in Darmstadt erwirkte deshalb einen Durchsuchungsbeschluss beim Amtsgericht in Darmstadt. Am Mittwoch, den 18. Januar, durchsuchten die Frankfurter Fahnder die Wohnung des Mannes.

Pia Wiedemann, Leiterin der Frankfurter Zollfahndung, sagte:

Mit dieser unglaublichen Menge Waffen und der bisher größten durch das Zollfahndungsamt Frankfurt/ Main sichergestellten Menge Munition haben wir nicht gerechnet.

Den Waffensammler, der spontan äußerte, er sei froh, dass es nun „vorbei ist“, erwartet ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffen-, Kriegswaffenkontroll- und Sprengstoffgesetz. Die Strafandrohung reicht von einem Jahr bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.

Vermutlich wird der Mann zu einer Bewährungsstrafe verurteilt werden.

Die sichergestellten Waffen werden nun durch das Landeskriminalamt „beschossen“, um balistische Untersuchungen vorzunehmen. So soll festgestellt werden, ob diese Waffen im Zusammenhang mit Verbrechen stehen. Falls dem nicht so ist, bleibt es bei den bisherigen Tatvorwürfen. Waffen und Munition, zur Zeit noch Beweismittel, werden nach Abschluss des Verfahrens vernichtet.