Montag, 15. Oktober 2018

Ein Arbeitstag im Europäischen Parlament in Straßburg

Keine Zeit vergeuden

Das Europaparlament: Ein Bau, der och am Werden ist, haben sich die Architekten bei dem Gebäude gedacht.

Das Europaparlament: Ein Turm, der noch am Werden ist, haben sich die Architekten bei dem Geb√§ude gedacht und ganz bewusst L√ľcken gelassen. Links gratuliert das Parlament seinen B√ľrgern zum Friedensnobelpreis.

 

Stra√üburg/Rhein-Neckar, 06. Juni 2013. (red/ld) „Wo sind die alle?“, das frage ich mich beim ersten Blick in den Plenarsaal des Europ√§ischen Parlaments in Stra√üburg. Von den 754 Abgeordneten sind gerade mal 15 im Saal anwesend und debattieren √ľber Energiepolitik. Ich hatte hitzige Debatten erwartet, flammende Reden und vor allem pr√§sente Abgeordnete. Aber daf√ľr ist keine Zeit im legislativen Prozess. Denn die wichtigste Arbeit findet au√üerhalb des Plenums statt: In den kleinen Sitzungss√§len, B√ľros und – besonders wichtig – in den Bars des Parlaments. [Weiterlesen…]

Geprothmannt: Von "Schau mal die Rehe" √ľber "Hey, das ist mein Auto" bis zu "Das war ein tolles Gef√ľhl"

Hochwasser: Wenn die Schaulust den Verstand wegsp√ľlt

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Ist das nur „romantisch“ oder einfach nur dumm? Ein Mensch watet bei Sonnenuntergang durchs Hochwasser am Stephanienufer und wird hinterher sagen: „Das war ein tolles Gef√ľhl.“

 

Rhein-Neckar, 03. Juni 2013. (red) Das Hochwasser ist das Thema aktuell. Vor allem in Bayern und Baden-W√ľrttemberg hat das Wasser enorme Sch√§den angerichtet. Unz√§hlige ehrenamtliche Helfer setzen sich ein, um anderen Menschen zu helfen. Die beste erste Hilfe jedoch w√§re, wenn man sich des eigenen Verstandes bem√ľhte. [Weiterlesen…]

Hochwasser und Rutschungen sorgen f√ľr Dutzende von Eins√§tzen

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Pumpen, was die Pumpen hergeben – in Dossenheim war ein B√ľrogeb√§ude unter Wasser, in Weinheim weicht der Weschnitzdamm auf, in Schriesheim und Hirschberg gabe es Erdrutsche – voller Einsatz f√ľr die Feuerwehren, das THW und teils auch Rettungskr√§fte.

 

Weinheim/Schriesheim/Hirschberg/Heidelberg, 31. Mai 2013. (red) Die Landesstra√üe L536 zwischen Schriesheim und Wilhemsfeld ist ebenso wie die L596 Hirschberg in Richtung Altenbach/Ursenbach nach Erdrutschen gesperrt. In Heidelberg geht die Polizei davon aus, dass die Neckarstra√üe wegen Hochwasser des Neckar im Bereich Alte Br√ľcke in K√ľrze gesperrt wird. Entlang der Bergstra√üe gabe es in fast allen Gemeinden Eins√§tze wegen des anhaltenden Regens, der zu Hochwasser, Erdrutschen und umgest√ľrzten B√§umen f√ľhrt. [Weiterlesen…]

Musste das Opfer wegen 25.000 Euro sterben?

Mordfall Birkenau: Schuldeneintreibung als Motiv?

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In diesem Opel Astra wurde ein 56 Jahre alter Mannheimer Opfer eines Mordes. Tatverdächtig sind ein 22-jähriger Kosovo-Albaner und ein 30-jähriger Libanese mit deutschem Pass. Foto: Staatsanwaltschaft Darmstadt

 

Weinheim/Birkenau/Darmstadt/Mannheim, 07. Mai 2013. (red/pro) Nach Informationen unserer Redaktion handelt es sich bei dem zweiten Tatverd√§chtigen um einen 22-j√§hrigen Kosovo-Albaner. Der Mann soll sich aus Angst vor dem zweiten Tatverd√§chtigen, einem 30-j√§hrigen Libanesen mit deutschem Pass, der Polizei in Weinheim gestellt haben. [Weiterlesen…]

Landratsamt ver√∂ffentlicht erstmals Liste von Lebensmittels√ľndern

Ekel-Betriebe am Pranger

Rhein-Neckar/Heidelberg/Schriesheim, 22. Oktober 2012. (red) Seit September gibt es die gesetzliche M√∂glichkeit – jetzt hat das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis Namen, Anschrift und Betriebsnamen zweier Gastst√§tten ver√∂ffentlicht, in den „ekelerregende“ Bedingungen herrschten. F√ľr die Betriebe kann das wirtschaftliche Aus bedeuten – f√ľr die Verbraucher bedeutet es einen Schutz.

Zuk√ľnftig droht Ekel-Betrieben neben Geldstrafen ein Pranger. Wenn die Lebensmittel√ľberwachung gravierende M√§ngel feststellt, die nach dem Bu√ügeldkatalog 350 Euro √ľberschreiten, wird das √∂ffentlich gemacht. Eine drakonische Strafe f√ľr lebensmittelverarbeitende Betriebe wie Gastst√§tten und Restaurants, aber ebenso f√ľr B√§cker, Metzger und eben alle, die Lebensmittel verarbeiten.

Beh√∂rdlicherseits gibt es kein Pardon. So √∂ffentlich angeprangerte Betriebe „kommen nur von der Liste runter, wenn alle M√§ngel behoben sind“, hei√üt es aus dem Landratsamt. Vor kurzem wurden bereits Betriebe in Heddesheim, Ladenburg und Seckenheim kontrolliert – es gab viele Beanstandungen, aber keine, die so gro√ü waren, dass es f√ľr den Pranger reichte.

Unsere Autorin Alexandra Weichbrodt beschreibt das Verfahren und war vor Ort, um mit dem Wirt eines Restaurants in Schriesheim √ľber die Vorw√ľrfe gegen ihn und die „ekelerregende Herstellungs- oder Behandlungsverfahren“ in seiner K√ľche zu sprechen. Der Wirt rechtfertigt sich mit Ausfl√ľchten – und beteuert, alles sei wieder in Ordnung. Daran kann man Zweifel haben. Den Artikel k√∂nnen Sie auf dem Schriesheimblog.de lesen.

Keine Verletzten

Feuerwehr löscht Zimmerbrand

Hemsbach, 09. Juli 2012. (red/fw) Rund eineinhalb Stunden war die Feuerwehr Hemsbach heute Abend im Einsatz, um einen Wohnungsbrand zu löschen. Erste Meldungen, das ein Kind vermisst sei, bestätigten sich nicht. Die Brandursache ist unklar, die Kriminalpolizei hat die Wohnung beschlagnahmt und untersucht den Fall. Die Familie musste bei Bekannten unterkommen, da die Räumlichkeiten unbewohnbar geworden sind.

Von Lukas Polzin

‚ÄěWohnungsbrand ‚Äď eine Person vermisst‚Äú lautete die Einsatzmeldung f√ľr die Feuerwehr Hemsbach am Montagabend um 21:00 Uhr.

Auf Grund dieses Einsatzstichwortes r√ľckte man mit dem L√∂schzug, bestehend aus zwei L√∂schfahrzeugen und der Drehleiter, in die Stolper Stra√üe aus. Vor Ort stellte sich heraus, dass im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses ein Zimmer brannte.

Zwei Trupps gingen unter schwerem Atemschutz in die Wohnung vor. Ein Trupp k√ľmmerte sich um die Brandbek√§mpfung, der andere Trupp suchte die Wohnung nach Personen ab. Dabei half ihnen die W√§rmebildkamera der Feuerwehr Hemsbach, die es erm√∂glicht auch im dichten Rauch Personen zu finden.

Der anfängliche Verdacht eines vermissten Kindes bestätigte sich nicht. Das Kind konnte sich selbstständig aus der Wohnung retten. Der eigentliche Brand war schnell gelöscht. Der dichte Rauch hatte sich jedoch in der ganzen Wohnung verteilt.

Die Feuerwehrm√§nner konnten eine Katze und zwei Ratten aus der verrauchten Wohnung retten. Am Wohnungseingang setzte man einen so genannten mobilen Rauchverschluss ein. Dieser sorgt daf√ľr, dass trotz ge√∂ffneter Wohnungst√ľr kein Rauch in das Treppenhaus ziehen kann. Dadurch konnte man weiteren Rauchschaden verhindern. W√§hrend zwei Trupps in die Wohnung vorgingen, brachte ein weiterer Trupp ein L√ľftungsger√§t in Stellung. Damit gelang es, den Rauch aus der Wohnung zu blasen.

Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen und einem Notarzt vor Ort. Sie betreuten die geschockten Bewohner.

Gl√ľcklicherweise wurde niemand verletzt. B√ľrgermeister J√ľrgen Kirchner informierte sich vor Ort √ľber den Einsatz. Die Wohnung ist vorerst unbewohnbar, ihre Bewohner kamen bei Bekannten unter.

Der Grund f√ľr den Brand ist unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Feuerwehr Hemsbach war mit vier Fahrzeugen und 27 Einsatzkr√§ften rund eineinhalb Stunden im Einsatz.“

Anm. d. Red.: Lukas Polzin ist Pressewart der Feuerwehr Hemsbach.

1. Sommerfest an der neuen Martinsschule

Jede Spende ist hier gut investiert

Spaß und gute Laune zum 1. Sommerfest in der neuen Martinsschule.

 

Ladenburg/Rhein-Neckar, 03. Juli 2012. (red/la) Die Ladenburger Martinsschule ist eine normale Regelschule f√ľr besondere Menschen. Am Wochenende wurde Sommerfest und das 30-j√§hrige Jubil√§um des F√∂rdervereins gefeiert. Die Martinsschule ist aber auch ein besonderer Ort – der Freude und Zuneigung.

Von Reinhard Lask

Ich bin zum ersten Mal in der Martinsschule. Heute ist ein sch√∂ner Tag. Heute wird Sommerfest gefeiert. Doch mir stehen nach kurzer Zeit die Tr√§nen in den Augen – ich muss den Anblick von so vielen schwerstbehinderten Kindern erst einmal f√ľr mich selbst verkraften.

Gerade schiebt eine Mutter einen vermutlich spastisch gelähmten Jungen an mir vorbei. Ihm läuft der Speichel aus dem Mund und seine Hände und Arme sind seltsam verdreht. Aber er lächelt, freut sich wie ein Schneekönig. Ich schaue seiner Mutter in die Augen Рauch sie strahlt, ist freudig, denn heute ist ein Festtag. Und den wollen alle gemeinsam mit guter Laune feiern.

Tradition fortf√ľhren

Es ist das erste Sommerfest im neuen Geb√§ude der Martinsschule. Denn erst seit Februar 2010 unterrichten hier 130 Lehrer rund 195 schwer- und schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche. 65 weitere Sch√ľler lernen in Inklusionsklassen au√üerhalb der Martinsschule.

Rektor Kurt Gredel eröffnet das Fest:

In der alten Schule haben wir alle zwei Jahre unser Sommerfest gefeiert. Diese Tradition wollen wir hier weiterf√ľhren.

Seit acht Jahren ist Kurt Gredel der Rektor – mit Leib und Seele. Er strahlt viel W√§rme und eine schier grenzenlose Freundlichkeit aus – so wie alle, die hier mit den Sch√ľlerinnen und Sch√ľlern arbeiten. Heute ist nicht nur Sommerfest – es ist auch das 30-j√§hrige Jubil√§um des F√∂rdervereins der Martinsschule.

Herzlichkeit

Ein Sch√ľler kommt an die B√ľhne. Er hei√üt Kevin und stakst mit seinen verdrehten Beinen langsam auf die Rampe zu. J√ľrgen Vosloh, der Vorsitzende des F√∂rdervereins muss den Jungen dabei st√ľtzen, w√§hrend dieser zitternd einen Fu√ü vor den anderen setzt. ‚ÄěSuper machst Du das, Kevin‚Äú, lobt Rektor Gredel. Er wei√ü, was der Junge leistet.

Er freut sich, Kevin es am Ende die ganze Rampe hoch bis auf die B√ľhne geschafft hat. Kevin √ľbergibt Vosloh einen Gutschein. Die Sch√ľler schenken dem F√∂rderverein eine mobile Stellwand, auf der sie in Zukunft ihre Arbeit pr√§sentieren k√∂nnen. Kevin sagt etwas. Die einzelnen W√∂rter verstehe ich kaum. Aber ich verstehe auch so, was er sagt. Alle im Foyer verstehen ihn. Kevin bedankt sich – aufrichtig. Der darauf folgende Applaus ist herzlich.

Seit 30 Jahren versucht der F√∂rderverein den Martinssch√ľlern W√ľnsche zu erf√ľllen: 1,1 Millionen Euro hat der Verein seit seiner Gr√ľndung gesammelt. Eine ganz √ľberragende Summe, die einem au√üerordentlich guten Zweck zugekommen ist.

Tiefer Respekt

Der n√§chste Spender √ľberrascht:¬† Elmar Ludwig ist ein B√§r von einem Mann, der eine schwarze Lederkluft tr√§gt. Er sieht aus wie ein Rocker, ist das auch, aber ein ganz harmloser – die meisten Klubmitglieder sind Beamte, darunter viele Polizisten. Der Klubpr√§sident des Motorradklubs ‚ÄěExcubitores‚Äú (lateinisch f√ľr ‚ÄěDie W√§chter‚Äú) spendet 500 Euro in bar. Bei seiner Ansprache k√§mpft er mit seiner Stimme. Auch er ist bewegt:

Wir haben tiefsten Respekt f√ľr das, was sie alle hier leisten und wollen das auch in Zukunft weiter mit Spendensammlungen unterst√ľtzen.

Alle Kinder d√ľrfen die schweren Maschinen anschauen, mit denen die Klubabordnung gekommen ist – kurz mal mitfahren ist allerdings nicht m√∂glich:

Wir hatten auch mal √ľberlegt, dass wir mit denen im Kreis fahren, aber das ist zu gef√§hrlich.

Herr Ludwig erz√§hlt mir, dass ein Kollege eine schwerstbehinderte Tochter hat. Die lag immer wieder auf der Intensivstation. Die Eltern k√ľmmen sich wunderbar aufopfernd um sie: „Das kostet so viel Kraft‚Äú, sagt er. Immer wieder ringt der st√§mmige Mann mit seiner Stimme: ‚ÄěWir haben schon viele andere Spenden gemacht. Hier wollen wir auch weiter helfen‚Äú, sagt er. Und: „Ohne meinen Kollegen w√§re ich wohl nie hierher gekommen.“

Lebenslange Hilfe nötig

Alle Kinder, die die Martinsschule besuchen brauchen ihr Leben lang Hilfe. So wie ein Mädchen, das auf einem Pflegebett liegt. Ich erfahre, dass das Mädchen die meiste Zeit nur im Bett liegen kann. Es kann nicht alleine laufen, nur liegen und sich winden. Das macht sie, wenn sie Musik hört. Dann dreht sie sich im Takt von einer Seite auf die andere. Ich bin froh, dass Musik ihr Freude macht.

Das M√§dchen sieht aus, als l√§ge es noch immer im Brutkasten. Vielleicht ist es auch so. Manche Menschen m√ľssen ihr Leben lang im Brutkasten verbringen. Doch die Martinsschule erm√∂glicht ihnen ein menschenw√ľrdiges Leben. Eines mit Perspektive. Was viele nicht wissen: Die Martinsschule ist zwar eine Schule f√ľr Schwerstbehinderte – aber sie ist eine Regelschule. Die Sch√ľlerinnen und Sch√ľler machen hier ihren Hauptschulabschluss.

Nat√ľrlich gibts in der R√∂merstadt auch echte R√∂mer.

Mit den Einnahmen des Sommerfestes soll der Schulgarten ausgebaut werden. Bisher sind die Wege f√ľr Pflegebetten nicht breit genug, sodass das bettl√§gerige M√§dchen drau√üen noch keine Pflanzen und Erde f√ľhlen kann: ‚ÄěF√ľr den Ausbau brauchen wir zwischen 40.-50.000 Euro‚Äú, sagt Rektor Gredel. Landrat Stefan Dallinger hat f√ľr den Kreis 5.000 Euro gespendet.

Liebe und Förderung

Jede Spende ist hier gut investiert. Ich bin sehr beeindruckt – von der freundichen Atmosph√§re und dem liebevollen Umgang mit den Kindern. Von der Offenheit des Hauses und der Selbstverst√§ndlichkeit eine normale Schule f√ľr besondere Menschen zu sein.

In anderen L√§ndern sieht man keine Behinderten auf der Stra√üe oder in Schulen. Eine Martinsschule, die vielen der Kinder einen regul√§ren Schulabschluss erm√∂glicht? Undenkbar in vielen L√§ndern. Diesen besonderen Menschen einen w√ľrdevollen Platz inmitten der Gesellschaft geben? Kaum vorstellbar.

Hier in der Martinsschule ist das anders. Auch wenn diese jungen Menschen nicht das Gl√ľck hatten, in „normale“ K√∂rper hineingeboren zu werden, sie haben das Gl√ľck, einen Platz in der Martinsschule gefunden zu haben. Eine Schule voller Menschen, die alles daran setzen, diesen Kindern alle Liebe und die F√∂rderung zu geben, die sie brauchen.

Hintergrund: Die Martinsschule wird von den Städten Mannheim und Heidelberg sowie dem Rhein-Neckar-Kreis und Kreis Bergstraße getragen.

Spendenkonten des Fördervereins Martinsschule Ladenburg:

Volksbank Kurpfalz H+G Bank
BLZ 672 901 00
Kontonummer: 502 401 00

Sparkasse Rhein Neckar Nord
BLZ 670 505 05
Kontonummer 660 032 21

Die Bildergalerie finden Sie auf dem Ladenburgblog.de

Uli Sckerl lud nach Stuttgart ein

Besuch des Landtags Baden-W√ľrttemberg

40 Besucher aus dem Weinheimer Wahlkreis schauten sich das Geschehen im Landtag mal etwas genauer an.

 

Rhein-Neckar, 13. Febraur 2012. (red/jt) Am 08. Februar lud der Landtagsabgeordnete Hans-Ulrich (Uli) Sckerl die B√ľrgerinnen und B√ľrger des Wahlkreis 39 Weinheim zum Besuch des baden-w√ľrttembergischen Landtags ein. Das Programm bestand aus einer generellen Einf√ľhrung, dem Besuch des Landtagsplenums und einem Abgeordnetengespr√§ch. Die Kosten f√ľr die Fahrt trug der Landtag.

Von Jörg Theobald

Eine breite Mischung aus Jugendgemeinder√§ten, interessierten B√ľrgerinnen und B√ľrgern, Mitgliedern von B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen, Gr√ľner Jugend und Gemeinder√§ten aus der Region nahm am 08. Februar an der Fahrt nach Stuttgart teil.

Die 40 Personen waren der Einladung von Landtagsabgeordnetem Uli Sckerl gefolgt und besuchten den baden-w√ľrttembergischen Landtag. Mit einer zweist√ľndigen Versp√§tung durch eine Buspanne traf die Gruppe gegen 16:00 Uhr in Stuttgart ein.

Im Lina-H√§hnle-Saal (Sitzungssaal der Gr√ľnen Fraktion) gab es eine generelle Einf√ľhrung in die Abl√§ufe und die Funktionsweise des Landtags. Im Anschluss wurde die Gruppe durch den Fl√ľgel der Gr√ľnen Fraktion im Abgeordnetenhaus gef√ľhrt.

Die B√ľros im Abgeordnetenhaus sind allesamt sehr klein, nach Aussage von Uli Sckerl ist es „keine Seltenheit“, dass teilweise zu viert in den kleinen R√§umen gearbeitet wird. Der Landtag von Baden-W√ľrttemberg sei, was die Versorgung und die R√§umlichkeiten angeht, das „Schlusslicht“ aller Landtagsgeb√§ude in Deutschland.

Ein feiner Zwirn macht noch keine guten Manieren.

Nach der F√ľhrung durch das Abgeordnetenhaus musste Uli Sckerl (siehe auch Portr√§t Sckerl auf dem Hirschbergblog.de)zur√ľck in den Plenarsaal. Wichtige Abstimmungen standen an. Uli Sckerl sagte:

Wir als Regierungskoalition haben gerade mal vier Stimmen mehr als die Opposition. Also gerade mal vier Stimmen √ľber den Durst.

Der Landtag von Baden-W√ľrttemberg - wilde Diskussionen sind hier keine Seltenheit.

Die Besuchergruppe konnte sich im Anschluss selbst von der Wichtigkeit dieser vier Stimmen √ľberzeugen. Im Plenarsaal wurde √ľber den Haushaltsplan 2012 diskutiert.

Dabei kam es immer wieder zu heftigen Diskussionen zwischen den Abgeordneten, bei der man s√§mtliche Regeln von Anstand und Gespr√§chskultur vergeblich suchte. Mit Absicht lautstark durch den gesamten Saal gef√ľhrte „Gespr√§che“ und jede Menge Zwischenrufe sorgten daf√ľr, dass der jeweils aktuelle Redner h√§ufig kaum zu verstehen war. (Siehe auch diese Reportage auf dem Hirschbergblog.de: „Im Landtag nichts Neues“)

Viele Besucher, darunter auch sehr viele Schulklassen, schauten dem Treiben von den Besucherr√§ngen zu. Unverst√§ndnis und Kopfsch√ľtteln herrschte unter den Besuchern vor. Eine √§ltere Dame ereiferte sich:

Das ist ja wie im Kindergarten hier. Wo bleibt denn da die Vorbildfunktion?

Das Bild setzte dann bei den Abstimmungen fort. War die Opposition daf√ľr, war die Regierungskoalition geschlossen dagegen und umgekehrt. Gemeinsame Entscheidungen? Fehlanzeige.

Auch die Besuchergruppe war von dem Verhalten der Abgeordneten irritiert.

„Mehr Indianer, weniger H√§uptlinge“

Nach einer guten Stunde im Plenarsaal kehrte die Gruppe zur√ľck in den Lina-H√§hnle-Saal. Dort stellte sich der Landtagsabgeordnete Sckerl den Fragen der Besucher.

Neben der Kandidatur des Heidelberger Fritz Kuhn (Mitglied des Bundestages und dort stellvertretender Fraktionsf√ľhrer von B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen) f√ľr das Amt des neuen Oberb√ľrgermeisters von Stuttgart, wurde auch die Gentechnik sowie die Polizeireform thematisiert.

Uli Sckerl stellte sich im Lina-H√§hnle-Saal (Sitzungssaal der Gr√ľnen Lantagsfraktion) den Fragen der Besucher.

Alexander Spangenberg, Stadtrat in Ladenburg, wollte wissen, ob es innerhalb der gr√ľnen Fraktion bereits Gesetzesentw√ľrfe zum Thema Gentechnik gibt und ob Baden-W√ľrttemberg alleine √ľberhaupt dazu in der Lage ist, die Entwicklung der Gentechnik in die richtigen Bahnen zu lenken.

Laut Uli Sckerl w√ľrden die rechtlichen M√∂glichkeiten des Landes bereits gepr√ľft, grunds√§tzlich w√ľrde aber auf Bundes- und Europaebene an diesem Thema gearbeitet. Besonders auch im Hinblick auf die Problematik, das europ√§ische Gesetze alle Mitgliedsstaaten betreffen, sei es wichtig, auf EU-Ebene etwas zu bewegen. Das Ergebnis sei dort jedoch noch „v√∂llig offen“.

Auf die anstehende Polizeireform ging Uli Sckerl auf Nachfrage ebenso ein, wie auf die drohende Schließung der Diensstelle der Kriminalpolizei in Weinheim.

Es muss wieder mehr Indianer und weniger Häuptlinge geben.

Sckerl weiter:

Zu viele Polizeibeamte sind mit Verwaltungsaufgaben gebunden. Gut 50 Prozent der Beamten haben nicht direkt mit den B√ľrgern zu tun – sie sind weder im Vollzugsdienst, noch regeln sie den Verkehr.

B√ľrgern√§he sehe anders aus, so Sckerl. Die Schlie√üung der Polizeidienststelle in Weinheim sei zudem noch nicht sicher. Bei der neuen Aufstellung der Standorte sei noch nichts entschieden.

Kurt Klemm, Gemeinderat in Heddesheim, sprach den Abgeordneten auf die neuesten "Landschaftspflegema√ünahmen" in Heddesheim an und fordert die Absetzung von B√ľrgermeister Kessler.

Es mache allerdings keinen Sinn, in jeder Dienststelle die selben Spezialisten anzutreffen. Eine zentrale Organisation der Kriminalpolizei in Heidelberg sei da schon sinnhafter, so Sckerl. Schlie√ülich sei es bereits jetzt so, dass die Erstbestandsaufnahme zun√§chst durch die Bereitschaftspolizei erfolge und Kriminalpolizisten erst auf Anforderung anr√ľcken. Auch den angespannten Landeshaushalt k√∂nne man so entlasten.

Nach dem Abgeordnetengespr√§ch lud Uli Sckerl die Gruppe ins Restaurant „tempus“. Der geplante Besuch des Stuttgarter „Haus der Geschichte“ fiel auf Grund der Versp√§tung durch die Buspanne jedoch aus. Nach Rigatoni in Gem√ľse-Sahne-Sauce und Salat oder Alternativ Truthahngeschnetzeltem in Curryrahm mit Siam-Duftreis machte sich die Gruppe auf den Weg zur√ľck nach Hause.

Den meisten Besuchern bleibt vor allem der mangelhafte Umgang der Landtagsabgeordneten untereinander im Gedächtnis Рdas hatte viele negativ beeindruckt.

 

Anmerkung der Redaktion: Aus Transparenzgr√ľnden wird darauf hingewiesen, dass der Autor Mitglied bei B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen Ortsverband Edingen-Neckarhausen ist.

Die Mafia zu Gast auf Burg Windeck

 

Weinheim, 09. Februar 2012. (red) Am 04. Februar 2012 wurden die G√§ste auf Burg Windeck ins Chicago zur Zeit der Prohibition versetzt. Bei „neapolitanischer Blutsuppe“ und „Mafiatorte“ galt es, einen Mordfall aufzukl√§ren. Die „Lupelly’s“ f√ľhrten die G√§ste durch „Mordshunger“, das Krimi-Dinner der besonderen Art.

Von Jörg Theobald

Das Jahr 1935 neigt sich dem Ende zu. Die Gesch√§fte laufen gut f√ľr die Familie Caliostra, denn das Gesetz ist auf einem Auge blind. Doch es gab Tote, darunter auch der √§lteste Sohn von Don Carlo. Um den Mord aufzukl√§ren, hat der Don Freunde wie Feinde zu einem gef√§hrlichen Treffen eingeladen…

Zu den Freunden (oder Feinden?) des Dons z√§hlen auch die G√§ste des Krimi-Dinners, schlie√ülich wurden sie eingeladen. In schwarzen Minikleidern und feinen Anz√ľgen treffen sie ein.

Eine „Haush√§lterin“ wuselt durch den golden erleuchteten Raum, sie r√ľckt St√ľhle zurecht, geht mit ihrem Staubwedel ein letztes Mal √ľber Kanten und Ecken und kontrolliert, ob auch ja alles in Ordnung ist. Ein klassischer Butler bietet den eintreffenden G√§sten Tic Tac an und gibt der Haush√§lterin nebenbei Anweisungen.

Interessiert schauen die G√§ste dem Treiben zu, w√§hrend sich der Raum langsam f√ľllt. Zur Einstimmung wird Prosecco verteilt.

Kurz darauf sorgt ein metallenes Scheppern und Geklirre f√ľr Totenstille im Raum.

Ein Silbertablett mit gebrauchten (Plastik-)Gl√§sern ist die Ursache. Die etwas schusselige Haush√§lterin „Emma Labil“ hat es fallen lassen. S√§mtliche Augen ruhen nun auf ihr.

Von Fluchtwegen und Filzh√ľten

Bevor das Krimi-Dinner „Mordshunger“ beginnt, erkl√§ren die „Lupelly’s“ den Anwesenden noch die Fluchtwege, so sollen sich die Personen auf der linken Seite bitte Links halten, die Personen auf der rechten Seite bitte rechts und die in der Mitte sollen bleiben wo sie sind. Nach dieser lockeren und fr√∂hlichen Einf√ľhrung, wird auf den Ablauf des kommenden Abends eingegangen.

Um den Flair der 30er Jahre besser einzufangen und die G√§ste in ihre Rollen einzustimmen, haben die Lupelly’s eine Unmenge an Filzh√ľten, Zylindern, Damenh√ľten und buntem Haarschmuck mitgebracht. Jeder darf sich bedienen. Im Hintergrund spielt das Radio derweil einen guten Mix aus Swing und dazu passenden modernen Liedern.

W√§hrend das Krimi-Dinner mit der „neapolitanischen Blutsuppe“ beginnt, verteilen Butler und Haush√§lterin schwarze Umschl√§ge mit den Rollen der G√§ste – darunter illustre Gestalten wie Filomena Marotti („Scharf wie Peperoni“) oder Needles, der T√ľrsteher (Stark im K√∂rper, schwach im Geist, mit „gestrickter Unterw√§sche von seiner Mutter“). Neben der Beschreibung der Figur finden sich bei jeder Rolle ein paar Ger√ľchte √ľber sie. Zudem findet man auf der R√ľckseite, die zu Beginn zugetackert ist, das Alibi jeder Figur.

Ziel des Abends ist es, durch gegenseitiges Befragen den Mord an Sebastiano, dem Sohn von Don Carlo, zu klären. Dabei gilt:

Jeder muss wahrheitsgem√§√ü antworten. Nur der M√∂rder darf l√ľgen.

Tango Mafiosi

Italienisches Menue„Neapolitanische Blutsuppe“
(Tomatencrèmesuppe)
unter Pestoschaum***Blattsalate „Al Capone“
mit gehobeltem Parmesan
in Aceto-Balsamico-Dressing

***

„Des Paten Traum“
Schweinefilet in Salbeibutter gebraten
Lachsfilet in Rieslingrahm
dazu
Schwenkkart√∂ffelchen und Marktgem√ľse

***

„Mafiatorte“
Tiramisu

Stille herrschte mit einem mal im Raum. Don Carlo und seine Sekret√§rin waren aus dem nichts aufgetaucht. Leise begann die Musik zu spielen und die beiden tanzten vor den Anwesenden eng umschlungen. So herrschte mit einem mal eine eher theatralische Stimmung unter den G√§sten. Nach dem Tanz klagte Don Carlo den G√§sten sein Leid, sein Sohn, Sebastiano wurde in einer Seitengasse bei der Kneipe „Crazy Widow“ ermordert.

Und alle der Anwesenden stehen im Verdacht, der Mörder zu sein.

F√ľr Gel√§chter sorgte die anschlie√üende Beschreibung der Rollen durch die Sekret√§rin. Mal wegen den Namen, mal wegen der mit der Person verbundenen Ger√ľchte.

So gab es „Nonnen vom Orden der gefallenen M√§dchen“ sowie einen geldgierigen Polizisten, der ohne „Bakshisch“ gar nicht daran dachte, seine Pflichten zu Erf√ľllen.

„Der hat mir frech ins Gesicht gegrinst“

Unter den 65 anwesenden G√§sten herrschte w√§hrend des ganzen Abends eine ausgelassene Stimmung, auch die zun√§chst z√∂gerlichen Versuche den Fall zu kl√§ren kamen recht schnell ins Rollen. Nach dem Hauptgang, „Des Paten Traum“, kam es dann zur gro√üen Diskussion √ľber den Fall und wer der T√§ter sein k√∂nne.

Schnell hatten die Anwesenden herausgefunden, dass Sebastiano an dem Abend von drei verschiedenen Kalibern durchsiebt wurde. Wie sich herausstellte, war Sebastiano der scharfen Filomena auf die Pelle ger√ľckt. Nachdem diese ihn sich mit M√ľhe vom Leib gehalten hatte, kam Frederico ins Spiel – Filomenas Leibw√§chter.

Der hat mir frech ins Gesicht gegrinst, als ich ihn zur Rede stellte! Dann hab ich ihn halt ins Knie geschossen.

Der Gesellschaft ist es gelungen, den M√∂rder zu finden. Doch wer es wahr, dass muss man dann schon selbst rausfinden…
Veranstalter:

Ro-He-Wo Gastronomie-Betriebs GmbH
Mierendorffstraße 15
69469 Weinheim
Tel. (0 62 01) 1 24 81
Fax (0 62 01) 1 52 59
Email: info@rohewo.de
Web: http://www.rohewo.de/

„Mordsspa√ü“ mit den Fotos! ūüôā
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