Dienstag, 21. November 2017

Kommandowechsel bei freiwilliger Feuerwehr

Steilen und Janowski ├╝bernehmen Feuerwehrleitung

Hemsbach, 089. April 2014. (red/fw) Der Kommandowechsel bei der Hemsbacher Feuerwehr ist nun amtlich: Joachim Steilen und Patrick Janowski werden die Nachfolger von Thomas Pohl. [Weiterlesen…]

Gemeinderat stimmt Wahl der freiwilligen Feuerwehr zu

Joachim Steilen ist neuer Kommandant

Hemsbach, 25. M├Ąrz 2014. (red/ld) Der Gemeinderat hat am Montag, 24. M├Ąrz, die Wahl des neuen Kommandanten der freiwilligen Feuerwehr, Joachim Steilen, und dessen Stellvertreter, Patrick Janowski, zugestimmt. Die beiden waren bereits bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr am 08. M├Ąrz gew├Ąhlt worden. [Weiterlesen…]

Nachfolger f├╝r J├╝rgen Pauli

B├╝rgermeister Kirchner zum Standesbeamten bestellt

Hemsbach, 24. Juni 2013. (red/ld) Der Gemeinderat nahm in seiner Sitzung am vergangenen Montag, 17. Juni 2013, die Bestellung von B├╝rgermeister Kirchner zum Eheschlie├čungsstandesbeamten zur Kenntnis. J├╝rgen Kirchner tritt damit die Nachfolge von Volker Pauli an, der mit dem Ruhestand seine Befugnisse als Standesbeamter verloren hatte. [Weiterlesen…]

Die Feuerwehr machte auf ihre schwierige Situation aufmerksam

Hemsbacher Delegation zu Gast im Landtag

Die Delegation rund um Stadtbrandmeister Pohl mit Innenminister Gall im Landtag (v.l.: Lukas Polzin, Thomas Pohl, Reinhold Gall, Joachim Steilen, Thorsten Rheinfrank)

 

Hemsbach, 24. Juli 2012. (red) Auf Einladung der SPD-Landtagsfraktion fuhr eine Delegation der Hemsbacher Feuerwehr in unsere Landeshauptstadt. Dort fand im Landtag der ÔÇ×Tag des KatastrophenschutzesÔÇť statt.

Von Lukas Polzin

Erkl├Ąrtes Ziel der Veranstaltung war, die Beteiligung der Tr├Ąger des Katastrophenschutzes (Feuerwehr und Rettungsdienstorganisationen), am k├╝nftigen Katastrophenschutz-Konzept des Landes Baden-W├╝rttemberg. Es sollten Ziele und Vorstellungen formuliert werden, um den Bereich Katastrophenschutz f├╝r die ehrenamtlichen Helfer attraktiver zu gestalten. Neben interessanten Fachvortr├Ągen, bot der Tag vor allem Gelegenheit, mit den Verantwortlichen im Landtag Probleme des Katastrophenschutzes zu besprechen.

Dabei nutzte die Delegation die Gelegenheit, auf die schwierige Situation in der Feuerwehr Hemsbach hinzuweisen. Im Jahr 2000 erkl├Ąrte sich die ├Ârtliche Feuerwehr bereit, neue Aufgaben im Katastrophenschutz zu ├╝bernehmen. Hierf├╝r stationierte der Bund ein Dekontaminationsfahrzeug in Hemsbach.

Politik lobt Engagement der Hemsbacher

Mit Enthusiasmus engagierten sich die ehrenamtlichen Helfer in Hemsbach. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer absolvierten zeitaufw├Ąndige und anspruchsvolle Lehrg├Ąnge an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal. In vielen Stunden wurde, unter anderem, das Beladungskonzept angepasst und verfeinert. Mehrere ├ťbungen im Jahr stellten sicher, dass im Ernstfall alles glatt l├Ąuft.

Der Ernstfall trat auch ein. W├Ąhrend der Maul und Klauenseuche waren die Hemsbacher Dekontaminationsprofis im Einsatz. Auch w├Ąhrend der Fu├čballweltmeisterschaft 2006 fuhr man zu jedem Spiel nach Stuttgart und stand dort f├╝r einen Ernstfall bereit. Zahlreiche Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker lobten das hohe Engagement, mit dem sich die Feuerwehr in Hemsbach aktiv f├╝r den Katastrophenschutz einsetzte.

Vertrauen zerst├Ârt

Dann allerdings, kam ein harter Schnitt. Das Katastrophenkonzept des Bundes sah nur noch eine Dekontaminationseinheit pro Landkreis vor. Die Einheit Hemsbach wurde disloziert. Dies war ein Schock f├╝r alle, die unz├Ąhlige Stunden ihrer Freizeit investiert hatten. ÔÇ×Damit wird ehrenamtliches Engagement und Motivation f├╝rÔÇÖs Ehrenamt vernichtet und Vertrauen in die Konzepte zerst├Ârt.ÔÇť, richtete Stadtbrandmeister Thomas Pohl am Samstag seinen Appell an den Landtagsabgeordneten Thomas Funk, Beauftragter f├╝r Rettungsdienste und Katastrophenschutz.

Alle guten Argumente und auch Protest seitens der Feuerwehr Hemsbach, konnten die Verlegung der Einheit in den Neckar-Odenwald-Kreis nicht verhindern. Allerdings konnte man erreichen, dass eine Landeseinheit gleicher Bauweise, k├╝nftig in Hemsbach stationiert wurde.

Reparaturen in Eigenregie

Der Freude ├╝ber die Stationierung, folgte die n├Ąchste herbe Entt├Ąuschung. Die ├╝bernommene Einheit, war in nicht funktionst├╝chtigem Zustand. In zahlreichen Aufstellungen, mit rund 40 Bildern, wurden die M├Ąngel an die ├╝bergeordneten Beh├Ârden gemeldet. Fahrzeug und Ausstattung waren f├╝r den Soforteinsatz ungeeignet.

Trotz der Entt├Ąuschung machten sich die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehr, an die teils sehr komplexen Reparaturen. Es mussten zahlreiche Haushalts- und Beschaffungsvorschriften beachtet werden. Das h├Ąufigste Problem war stets eine Kosten├╝bernahme zu erreichen. Dieser nervenaufreibende Prozess zog sich ├╝ber zwei Jahre hin. Nun war das Fahrzeug und seine Beladung wieder in einem einsatzbereiten Zustand.

Probleme mit der Schutzkleidung

Doch leider kam es noch schlimmer. Anfang des Jahres wurde die Feuerwehr angewiesen, die Schutzkleidung, welche seinerzeit mit dem Bundesfahrzeug ausgeliefert worden war, abzugeben. ÔÇ×Diese Ausstattung ist f├╝r ein Landesfahrzeug nicht vorgesehenÔÇť so die unverst├Ąndliche, aber verbindliche Antwort des Regierungspr├Ąsidiums Karlsruhe.

Die Einsatzbereiche decken sich allerdings, sowohl f├╝r Bundes- als auch f├╝r Landeseinheiten. Im Umgang mit gef├Ąhrlichen Stoffen ist diese Schutzkleidung unbedingt erforderlich. Dies f├╝hrte erneut zur unausvermeidlichen ÔÇ×au├čer Dienst StellungÔÇť der Dekontaminationseinheit in Hemsbach. Ohne ad├Ąquate Schutzkleidung kann kein Feuerwehrangeh├Âriger in einen Einsatz gehen. Da es sich um eine Katastrophenschutzeinheit des Landes handelt, ist es nicht m├Âglich, die fehlende Ausstattung aus Haushaltsmitteln der Stadt Hemsbach zu finanzieren.

Innenminister verspricht „baldige L├Âsung“

Genau diese Problematik konnten die ehrenamtlichen Helfer aus Hemsbach direkt mit den Verantwortlichen besprechen. Das Problem war in der gesamten Dimension so nicht bekannt. Sowohl der Beauftragte f├╝r Katastrophenschutz, als auch der Innenminister Reinhold Gall und Landesbranddirektor Schr├Âder sicherten eine baldige L├Âsung der Problematik zu.

Insbesondere Innenminister Reinhold Gall, hatte als aktiver Feuerwehrangeh├Ârige Verst├Ąndnis f├╝r die ÔÇ×katastrophalen AuswirkungenÔÇť der bisherigen Ma├čnahmen, auf die Motivation der Katastrophenschutzeinheit in Hemsbach.

In einem waren sich alle Gespr├Ąchspartner einig ÔÇô eine Beschaffung der Schutzkleidung in Hemsbach ist schnellstm├Âglich notwendig. Denn eine nicht einsatzbereite Einheit, kann man sich schon gar nicht leisten.

Mit vielen interessanten Eindr├╝cken aus den Fachvortr├Ągen und dem guten Gef├╝hl etwas erreicht zu haben, fuhr man zur├╝ck nach Hemsbach.

Anmerkung der Redaktion: Lukas Polzin macht die ├ľffentlichkeitsarbeit der Freiwilligen Feuerwehr Hemsbach